Velbert - Eigentlich ist der glitzernde Dreizack nur ein Symbol - aber was für eines! Der Mercedes-Stern ist weltweit eines der bekanntesten Markenzeichen und ein Inbegriff für deutsche Qualitätsarbeit.
Doch während der Autostern aus Baden-Württemberg an der Börse an Glanz verloren hat, wird er in Nordrhein-Westfalen Tag für Tag aufpoliert: Seit fast 50 Jahren produziert der Autozulieferer Friedr. Fingscheidt GmbH in Velbert im Städtedreieck Düsseldorf, Essen, Wuppertal diesen Stern exklusiv für DaimlerChrysler.
Derzeit werden über eine halbe Million solcher Stücke jährlich in einem komplexen Produktionsprozess gefertigt. "Ein Mercedes-Stern besteht aus zehn Einzelstücken wie Stanz-, Zinkdruckgussteilen und Federn", erläutert Vertriebschef Jürgen Reiner. Am Ende wird er verchromt und im Hause montiert. Dabei muss er bequem einsetzbar sein, darf bei hohen Geschwindigkeiten nicht umknicken und muss aus Sicherheitsgründen bei Unfällen dennoch stets flexibel sein.
Letzter Feinschliff in Handarbeit
Zur Produktgruppe der Fronthaubensymbole von Fingscheidt gehört auch das Logo der Daimler-Edel-Karosse Maybach. In einer Fertigungshalle erhalten die geschwungenen Dreiecke mit dem doppelten MM in Handarbeit den letzten Feinschliff.
Doch Reinert weiß: "Kleine Volumen in einer Serienfertigung sind kein großes Geschäft". Die Sparte Fronthaubensymbole ist zudem nur einer von sechs Bereichen, in dem der traditionsreiche Autozulieferer aktiv ist.
Neben Mercedes-Stern und Maybach-Logo liefert das Unternehmen Türaußengriffe, Innenbetätigungen und Türbremser, Kopfstützenmechanik und Blechkomponenten an Autohersteller und Systemlieferanten. Zu den Topadressen gehören neben DaimlerChrysler vor allem Volkswagen, Porsche, Volvo und Ford. Rund 400 Beschäftigte erwirtschaften pro Jahr einen Umsatz von 50 Millionen Euro - Tendenz steigend.
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