Bei der Suche nach dem neuen Job sei deshalb "Marktforschung" wichtig: "Man muss herausfinden, was gerade bei welchen Arbeitgebern gesucht ist." Grundsätzlich geklärt werden sollte, ob eher ein kleiner oder ein großer Schritt ansteht: Gerade wer mit seinem Arbeitgeber zufrieden ist, ist mit einer Veränderung innerhalb des Unternehmens vielleicht am besten bedient.
"Aber auch bei einem Firmenwechsel macht man unter Umständen im Wesentlichen das Gleiche wie vorher", sagt Hesse. "Oder man wechselt zwar die Branche, aber nicht den Beruf." Allerdings sei nicht jeder gute Autoverkäufer auch ein guter Buchverkäufer. Eine kritische Bestandsaufnahme der eigenen Stärken schützt vor Fehlentscheidungen.
Den Job zu wechseln, ist jedenfalls auch in Zeiten, in denen Stellen nicht auf dem Silbertablett serviert werden, nicht automatisch riskant: "Wer den richtigen Job hat, hat auch eher einen sicheren Job", betont Angelika Gulder. "Diejenigen, die am falschen Platz arbeiten, werden im Fall der Fälle als Erste gekündigt."
Überlegenswert ist nach Einschätzung der Experten auch, sich selbstständig zu machen. "Wer an seinem Arbeitsplatz kreuzunglücklich ist und eine passende Idee hat, sollte das ruhig in Erwägung ziehen", sagt Gulder. Die Erfolg versprechende Geschäftsidee findet sich dann manchmal auf Umwegen: "Ich habe mal eine Sekretärin beraten, die sich selbstständig machen wollte", erzählt sie. "Als erstes dachte sie an einen Sekretariatsservice, schließlich hat sie eine Firma gegründet, die Kletterreisen anbietet. Das deckt jetzt alle ihre Leidenschaften ab."
Von Andreas Heimann, dpa
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