Atlantic City/New Jersey - Der amerikanische Milliardär Donald Trump muss die Kontrolle über seine vom Bankrott bedrohten Kasinos aufgeben. Der Unternehmer soll seinen Anteil an den Trump Hotels & Casino Resorts von rund 55 Prozent auf 25 Prozent reduzieren, geht aus dem am Montag in Atlantic City veröffentlichten Sanierungsplan hervor.
Die Investmentbank Credit Suisse First Boston wird künftig die Mehrheit des Unternehmens halten. Eine Tochter der Bank, die DLJ Merchant Banking Partners, soll im Gegenzug 345 Millionen Dollar investieren. Trump werde aus eigener Tasche 55 Millionen Dollar beisteuern. Auf Trump Hotels & Casino Resorts lasten Schulden in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar, der Sanierungsplan soll diese um 544 Millionen Dollar senken. Die jährliche Zinsbelastung von derzeit 220 Millionen Dollar pro Jahr soll halbiert werden.
Wie es weiter hieß, wird Trump seine Markenrechte abgeben und seinen Sessel als Vorstandschef räumen. Allerdings bleibe er Vorsitzender des Verwaltungsrates, dies entspricht in etwa dem Aufsichtsratsvorsitzenden bei deutschen Unternehmen. Sein jährliches Gehalt soll bei zwei Millionen Dollar liegen.
Die Firma will nächsten Monat Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen. Unter dieser Regelung des US-Konkursrechts können zahlungsunfähige Unternehmen Gläubigerschutz erlangen und ihre Geschäfte weiterführen. Die Börse stellte daraufhin die Notierung der Aktie ein. Nach der Restrukturierung will das Unternehmen bei der New York Stock Exchange erneut ein Listing beantragen. Die Sanierung soll bis Anfang 2005 abgeschlossen sein. Die Kasinos in New Jersey hatten zuletzt unter einer verstärkten Konkurrenz zu leiden, sie machen nur einen Teil des Immobilien-Imperiums von Trump aus.
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