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26.07.2004
 

Knigge

Stock und Hut steht ihm gut

Manager sollten von Zeit zu Zeit Farbe bekennen. Das festigt die Position und verschafft Respekt. Fast ebenso wichtig wie die eigene Meinung ist ein sicheres Gespür für Stilfragen. Entscheider, die nicht geschmackssicher sind, können professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Hamburg/München - Seit einer Farbberatung weiß Rosemarie Wrede-Grischkat, dass sie ein Herbsttyp ist. Nach Empfehlung der Typberater soll sie natürliche Herbstfarben tragen, warme, erdige und leuchtende Töne.

  Nadelstreifen as usual:  Managerin
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Nadelstreifen as usual: Managerin

"Aber ich halte mich nicht immer daran", sagt die Philologin aus Mühltal bei Darmstadt. "Meine Lieblingsfarben sind Blau und Weiß", erzählt die Trainerin für Umgangsformen und Sachbuchautorin. Geschadet hat das ihrer Karriere bisher nicht: "Die richtige Haltung ist wichtiger als die richtigen Manschettenknöpfe zu tragen." Stilsicherheit im Beruf gerade in modischer Hinsicht kann nach Ansicht von Experten aber durchaus sinnvoll sein.

Farbberater analysieren die Haar-, Haut- und Augenfarbe ihrer Klienten und teilen sie in bestimmte Farbtypen ein. Dabei bilden die vier Jahreszeiten nur das Grundraster. "Es gibt Mischtypen", sagt die Imageberaterin Angelika Frahm aus Hamburg. Ihre Analyse geht von zwölf Farbtypen aus, die sie auf die Persönlichkeit und den Charakter der Kunden abstimmt. Die Imageberaterin will niemandem Lieblingsfarben wegnehmen oder Vorschriften machen: "Wer mit den Farben spielen will, soll es tun."

"90 Prozent stimmen"

An gutem Geschmack mangelt es den Firmenkunden, Selbstständigen und Privatpersonen, die zu Angelika Frahm kommen, in der Regel nicht. "90 Prozent stimmen." Manchmal fehlen einfach nur das Zutrauen oder das passende Accessoire. Wenn beispielsweise ein Selbstständiger auf Schwarz setzt, können der farbige Pullover oder schon die richtige Krawatte ihn lebhafter, attraktiver und gesünder wirken lassen.

Die Farbbestimmung ist nur der Anfang einer Imageberatung, die bis zu sechs Stunden dauern kann. Vom Hut bis zum Schuh, von der Frisur bis zur Hosenlänge werden die Kunden über ihr passendes, persönliches Business-Outfit informiert.

"Es geht darum, das Positive an der Person in den Vordergrund zu rücken und zum Potenzial zu machen", erläutert der Münchner Stylist Georg Stiels. Neben dem persönlichen Kolorit spielen auch die Körperform, die Ausstrahlung und der Anlass bei der Wahl der Kleidungsstücke und Accessoires eine Rolle.

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