Hamburg - Einen Vortrag im Meeting halten, am Verhandlungstisch seine Argumente vortragen oder einfach nur fremde Personen ansprechen: Viele Manager fühlen sich in solchen Situationen unsicher.
Selbstbewusstes Auftreten jedoch lässt sich trainieren - allerdings muss man bereit sein, mit seit langem gewohnten Verhaltensmustern zu brechen.
Genaue Beobachtung ist häufig der erste Schritt zur Besserung: "Gute Freunde können oft ein Feedback über Verhaltensweisen liefern", sagt Astrid Schütz, Professorin für Psychologie an der Technischen Universität Chemnitz. Wichtig sei es, nicht nur einen Menschen zu befragen: "Wenn mehrere das Gleiche sagen, ist meistens etwas dran." Auch Selbstbeobachtung kann weiterhelfen, sagt Harald Gebhardt vom Seminarveranstalter Fromm in Hamburg. Wichtige Kriterien seien dabei, "wie ich mich durchsetze, wie ich wirke, was ich meinem Gegenüber signalisiere".
Stolz, Talent, Fähigkeiten
Dabei sollte nicht nur auf Schwächen, sondern auch auf Stärken geachtet werden. "Für mein "Positiv-Profil" sollte ich mich fragen, worauf ich stolz bin, welche Herausforderungen ich gemeistert habe und wo meine Talente und Fähigkeiten liegen", rät Gebhardt.
Eine Schwäche habe oft auch eine positive Seite: So hätten Schüchterne oder Zurückhaltende häufig die Fähigkeit, gut zuzuhören oder sich in andere hineinversetzen zu können. Auch Eva Wlodarek, Psychologin in Hamburg empfiehlt, sich nicht zu verbiegen: "Zeigen Sie ruhig Ecken und Kanten."
Selbstbewusstes Auftreten hat zudem viel mit Körpersprache zu tun. Die Sachbuchautorin und Unternehmensberaterin Cornelia Topf rät, bei der Eröffnung von Geschäftsgesprächen, Verhandlungen oder Vorträgen aktiven Blickkontakt mit allen oder zumindest den meisten Anwesenden aufzunehmen.
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