New York - Frank Quattrone (48), der frühere prominente Leiter für Technologie-Investmentbanking bei der Credit Suisse First Boston (CSFB), ist in New York in zwei Fällen der Justizbehinderung und in einem Fall der Zeugenbeeinflussung schuldig gesprochen worden.
Die Jury plädierte auf "schuldig": Frank Quattrone
Es war das zweite Verfahren gegen den bekannten Investmentbanker, der zu den am höchsten bezahlten Wall-Street-Persönlichkeiten gehörte. Er hatte im Jahr 2000 rund 120 Millionen Dollar (100 Millionen Euro) verdient. Quattrone hatte lukrative Börsengänge von Firmen wie Amazon.com und Netscape Communications geleitet. Im ersten Verfahren gegen Quattrone hatten sich die Geschworenen nicht einigen können.
Aufforderung, alle Unterlagen zu säubern
Die Vorwürfe gegen Quattrone basierten auf einer E-Mail, die er am 5. Dezember 2000 an die Mitglieder seiner Sparte weitergeleitet hatte. Darin hatte er sie aufgefordert, ihre Unterlagen zu säubern.
Dies erfolgte zwei Tage nachdem der führende Anwalt der CSFB ihm mitgeteilt hatte, dass eine Bundesuntersuchungskammer die Art und Weise prüfe, mit der die Bank gefragte Erstemissionen zuteilte. Die amerikanische Wertpapier- und Börsenkommission hatte ebenfalls eine Untersuchung eingeleitet. Der Richter will das Urteil gegen Quattrone nach Angaben der Zeitung am 8. September verkünden.
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