Von Martin Scheele
Im Laufe des Gesprächs verfestigt sich der Eindruck: Der Mann ist ein ständiger Unruheherd, der immer wieder neue Geschäftsideen zündet, diese aber vorher akribisch auf ihre Realisierbarkeit prüft. Und als Idee funktioniert nur das, was eine Verbindung zu Wasser und zum Tourismus aufweist. Wie viele Firmen er genau besitzt? - "Hab ich nicht genau durchgezählt". Eine Prise Koketterie schwingt in seinen Worten häufig mit.
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Wenn Rahe über sein Unternehmertum spricht, erwähnt er oft das Wort "Wachstum". So auch bei der Industriegruppe, die sich auf Elektro- und Schalttechnik sowie Schiffsicherheit spezialisiert hat. Diese Sparte baut zudem Schiffsbrücken, unter anderem für die Sietas-Werft. In Kürze will Rahe die Technik nach China exportieren und ein Joint Venture abschließen.
Mit der H. Stinnes Linien GmbH betreibt der Unternehmer einen traditionellen Liniendienst nach Mexiko, in die Karibik, nach Ostafrika und Südafrika. "Bis 2008 wollen wir 35 bis 40 Schiffe bestellen", zeigt Rahe auch hier Wachstumspläne auf. Die Frage bleibt: Wie finanziert er das?
Der Kaufmann in dem dunkelblauen Einreiher, mit dunkelgrüner Krawatte und goldenen Manschettenknöpfen, legt Wert darauf, dass bei aller Expansion das Eigenkapital 30 Prozent vom Gesamtkapital beträgt. Finanzierungshilfe erfährt er unter anderem vom Emissionshaus Salomon & Partner, an dem er sich jüngst beteiligt hat.
Unter dem Namen Arkona firmieren Rahes Aktivitäten im Hotel- und Resortbereich. Auch dieses Geschäft beabsichtigt er auszubauen. Im hart umkämpften Wellnessmarkt will er mit ordentlicher medizinischer Beratung punkten.
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