Donnerstag, 9. Februar 2012, 15:37 Uhr

manager magazin



Karrieremanager magazin RSS  - Karriere - Karriere

Alle Artikel und Hintergründe

28.01.2004
 

Karriere

Herkunft ist wichtiger als Bildung

Wer glaubt, eine gute Ausbildung sei die beste Grundlage für eine prächtige Karriere, liegt falsch. Eine Untersuchung britischer Wissenschaftler zeigt: Gute Umgangsformen sind den meisten Arbeitgebern wichtiger als akademische Titel, Small Talk zählt mehr als Noten.

Oxford - Wissenschaftler des Nuffield College in Oxford hatten britische Personalchefs interviewt und 5000 Stellenanzeigen analysiert. Ihre Studie erschüttert nun das Bild von einer "Wissensgesellschaft", in der in erster Linie eine gute Ausbildung zählt, berichtet das Wirtschaftsmagazin "Economist".

  Gleich und gleich gesellt sich gern:  Chelsea Clinton in Oxford
Zur Großansicht
DPA

Gleich und gleich gesellt sich gern: Chelsea Clinton in Oxford

Der noch unveröffentlichten Untersuchung zufolge legen Arbeitgeber weniger Wert auf akademische Qualifikationen. Viel wichtiger sind ihnen dafür Offenheit, gutes Benehmen und Kontaktfreudigkeit - Eigenschaften, die man durch sein soziales Umfeld mitbekommt und allenfalls beiläufig an einer Hochschule lernt.

Der Ansatz, durch eine breite Bildungsoffensive auch Menschen aus unteren Schichten die Chance auf einen sozialen Aufstieg zu geben, wäre danach aussichtslos: Arbeiterkind bleibt Arbeiterkind.

Der Klassenkampf ist nicht vorbei

Die Studie hat besondere Brisanz im noch immer stark von Klassen geprägten Großbritannien. Dort hatten sich die Regierungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten zum Ziel gesetzt, jeden zweiten jungen Erwachsenen an die Universität zu bringen, um damit die soziale Mobilität zu erhöhen.

"Chancengleichheit für alle" hieß es in den siebziger Jahren auch in Deutschland, als die Bildungsexpansion begann. Nach der Studentenrevolte träumten die Sozialdemokraten vom sozialen Aufstieg durch Bildung; durch Bafög und die Öffnung der Hochschulen sollten mehr Arbeiterkinder die Chance erhalten, zu studieren und Führungskräfte zu werden - ganz ähnlich wie in Großbritannien.

Gelungen ist das offenbar in beiden Ländern kaum. Das britische Hochschulsystem ist differenzierter als in Deutschland. Die Absolventen sind im Durchschnitt deutlich jünger und verlassen die Hochschulen häufiger mit dem Bachelor; formale Abschlüsse haben traditionell weniger Bedeutung als für die öffentlichen und privaten deutschen Arbeitgeber.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg

© manager magazin Online 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben