Giengen - Das Familienunternehmen Steiff setzt auf den Standort Deutschland: "Die Familie kennt ihre Wurzeln und ist ihnen verpflichtet", betont Friedhelm Steiff, Vorsitzender des Firmenbeirats und früher selbst Geschäftsführer.
Trotz höherer Kosten wird fast komplett in Deutschland produziert, am Stammsitz im schwäbischen Giengen an der Brenz. Lediglich einige Zulieferungen kommen aus Tunesien und Portugal. Eine Verlagerung der Fertigung ins Ausland kommt für das Unternehmen mit rund 1.000 Mitarbeitern nicht in Frage - "schon gar nicht des Hauptsitzes mit der Entwicklung", sagt Steiff. "Das wäre unvorstellbar!"
In Giengen fertigte Margarete Steiff 1880 das erste Stofftier und legte damit den Grundstein für den weltweiten Erfolg. Der Urahn des Teddybären ist eigentlich ein Elefant. Margarete Steiff fertigte 1880 ein kleines Nadelkissen in Form eines Filzelefanten - ein Weihnachtsgeschenk für ihre Schwägerin.
Der erste Bär war ein Elefant
Doch schnell entwickelte sich das Tierchen zum beliebten Spielzeug bei Margaretes Neffen und Nichten. Und auch die anderen Kinder in der Ledergasse wollten ein "Elefäntle" haben. Vier Generationen später tummeln sich Steiff-Tiere in Kinderzimmern auf der ganzen Welt, die kuschligen Kultobjekte werden von Kindern geliebt und von Erwachsenen gesammelt.
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Steiff-Teddybären: Tradition verpflichtet Bitte klicken Sie einfach auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen. |
Mit dem ersten selbst verdienten Geld kaufte sie eine Nähmaschine und eröffnete ein Filzwarenkonfektionsgeschäft. Als die Nachfrage nach dem "Elefäntle" immer größer wurde, erkannte Margaretes Bruder die wirtschaftliche Chance. Affen, Esel, Kamele und andere Tierarten wurden hergestellt. 1893 erwirtschaftete die Firma mit vier Mitarbeiterinnen und zehn Heimnäherinnen bereits einen Umsatz von 40.000 Mark.
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