Gerster, gib' uns unsere Millionen wieder
Auch dem Vorstand soll Schiphorst zur Seite stehen. Als Berater ausschließlich für den Chef der BA sei er aber nicht angestellt worden, betont der Kommunikationsmanager. Darüber kann er froh sein. Denn Florian Gerster hat es dieser Tage nicht leicht. Während die Regierung versucht, das Wort "Wirtschaftskrise" tunlichst nicht auszusprechen, versinkt der Behördenchef im Mahlstrom der Arbeitslosen.
In der Kritik: Florian Gerster
Zugleich habe sich der Etat der Bundesanstalt für Öffentlichkeitsarbeit unter der Führung Gersters von 135 Millionen Euro im Jahr 2002 auf 251 Millionen Euro im kommenden Jahr nahezu verdoppelt.
"Die Beträge sind abenteuerlich"
Das Mitglied im Verwaltungsrat der Bundesanstalt, Jürgen Heike, sagte der "BamS": "In der Bundesanstalt für Arbeit schüttelt man nur noch den Kopf. Die Beträge sind abenteuerlich." Der CSU-Politiker verlangte von Gerster die umgehende Offenlegung der Verträge. "Wir lassen uns nicht länger veräppeln", sagte der Staatssekretär im bayerischen Arbeitsministerium.
Auch im Bundeswirtschaftsministerium wird die Verpflichtung des Medienberaters laut "BamS" mit Skepsis gesehen. Offiziell hieß es aber nur: "Das ist eine Angelegenheit des Vorstands der Bundesanstalt für Arbeit."
Gersters Behörde verteidigte den Vertrag mit der Beraterfirma. "Wir brauchen externe Berater, um den Kommunikationsbereich neu zu ordnen", sagte eine Sprecherin. Der Vertrag erstrecke sich von April 2003 bis Ende 2004, die Konditionen seien marktgerecht.
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