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06.11.2003
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Helmut Claas

Der Erntehelfer

Von Karsten Langer

2. Teil: Zuverlässig wie ein VW Käfer

Firma drohte auseinander zu brechen

Nicht immer war die Situation des stoischen Westfalen so rosig. Anfang der siebziger Jahre zerstritten sich die Gesellschafter um Helmut Claas, die Firma drohte auseinander zu brechen. Der Gründererbe, seit 1962 Mitglied der Geschäftsführung, zog sich für fünf Jahre aus der Firma zurück und überließ diese externen Manager.

  Weltweit im Einsatz:  Erntehelfer von Claas
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Weltweit im Einsatz: Erntehelfer von Claas

1975 kehrte Helmut Claas zum väterlichen Unternehmen zurück, bei der Umgründung in eine Offene Handelsgesellschaft 1987 wurde er geschäftsführender Gesellschafter. Als das Unternehmen 1996 in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt wurde, wechselte er in den Aufsichtsrat.

Als international viertgrößter Hersteller neben illustren Marken wie John Deere, Case New Holland und Agco hat sich Claas unterdessen auf dem Weltmarkt etabliert. Das liegt nicht nur daran, dass der findige Chef Häcksler und Mähdrescher noch heute mitkonstruiert und persönlich testet. Hinzu kommt auch die räumliche Nähe, die Helmut Claas zu seinen Maschinen pflegt. Bis zur Teststrecke hat es Helmut Claas nicht weit - er wohnt auf dem Firmengelände.

"Wir müssen die GUS-Staaten und Südamerika erobern"

Darüber hinaus handelt es sich bei den höchstkomplizierten Geräten um Qualität Made in Germany. Kenner der Materie sagen, dass die grasgrünen Erntehelfer ähnlich zuverlässig sind wie weiland der legendäre VW Käfer.

Richtig zufrieden mit der aktuellen Entwicklung seines Unternehmens ist Helmut Claas trotzdem nicht. Der Absatz in Europa stagniert, und die Umsatzrendite könnte auch höher sein. Aber als Westfale von echtem Schrot und Korn lässt sich Claas nicht unterkriegen. Er hat längst neue Märkte avisiert: "Wir müssen die GUS-Staaten und Südamerika erobern, wenn wir unsere Marktposition nicht gefährden wollen", sagte er der "FAZ" in einem Interview.

Falls der umtriebige Firmenpatriarch einmal nicht über neuen Strategien oder Häckslermodellen tüftelt, fliegt er nach Marbella oder schaut auf seiner Farm in England nach dem Rechten. Dort tut er, was Landwirte zu tun pflegen: Er baut Getreide an und züchtet Schweine.

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