Gründer-Kolumne
Ist das Business planbar?
Von Tobias Kollmann
2. Teil:
Was im Businessplan stehen sollte
Was im Businessplan stehen sollte
- Management: Der Abschnitt Management im Businessplan streicht die Qualifikationen der Entscheidungsträger, ihre Ausbildung und berufliche Erfahrung heraus. Mitglieder eines eventuell vorhandenen wissenschaftlichen Beirats oder des Aufsichtsrats werden vorgestellt. Ein Organigramm verdeutlicht die jeweiligen Einflussbereiche der Entscheidungsträger; ebenso sollte über die Managementebene hinaus die Personalpolitik des Unternehmens zumindest in Ansätzen deutlich werden.
- Umsatzquellen: Dieser wesentliche Teil des Businessplans schildert die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens. Werden mehrere Produkte oder Dienstleistungen angeboten, ist es sinnvoll, zwischen Haupt- und Nebenumsatzquellen zu unterscheiden. Entscheidende Vorteile gegenüber den Angeboten der Wettbewerber - die Unique Selling Proposition (USP) - sollten klar definiert werden.
- Auf der prozessualen Ebene stellt der Businessplan den Beschaffungs- und Herstellungsprozess der betrieblichen Leistungen dar. Kernkompetenzen und Outsourcing-Potenziale sollten deutlich werden. Externe Investoren sind hier insbesondere an Möglichkeiten der Patentierung und eventuellen Markenrechten interessiert. Befinden sich Produkte und Dienstleistungen noch in der Entwicklung, so ist der geplante Fertigstellungstermin und der geplante Markteintritt genauer zu spezifizieren.
- Markt- und Wettbewerbsanalyse: Dieser Teil der Gründungsplanung beschreibt alle bedeutenden Marktteilnehmer und ihre jeweilige Position im Wettbewerbsumfeld. Dazu wird sowohl die Kundenstruktur als auch der Wettbewerb einer entsprechenden Analyse unterzogen. Marktvolumen und Marktpotenzial werden ermittelt und eventuelle Markteintrittsbarrieren, die das Unternehmen schützen könnten, dargestellt.
- Marketing: Der Marketingplan umfasst alle Maßnahmen zur Realisierung der angestrebten Wettbewerbsposition. Preise, bereitgestellter Service und Garantieleistungen werden vorgestellt. Ebenfalls sind werbliche Aktivitäten und PR-Kampagnen darzulegen. Der Vertrieb wird insbesondere unter Berücksichtigung der angestrebten Distributionskanäle vorgestellt.
- Risikoanalyse: Diese Analyse stellt technische, marktseitige und organisatorische Risiken im Zusammenhang mit der Unternehmensgründung vor. Entscheidend ist hierbei insbesondere die Entwicklung von Gegenmaßnahmen zum Umgang mit eingetretenen unterschiedlichen Risiken (contingency plans).
- Finanz- und Ergebnisplanung: Dieser Teil des Plans ist als die zahlenmäßige Zusammenfassung der verbalen Aussagen der vorangegangenen Kapitel zu verstehen. Beispielsweise werden Kosten geplanter Investitionen, Personalkosten, Produktionskosten und Marketingkosten offen gelegt. Die Bedeutung dieses Teils der Planung wird insbesondere vor dem Hintergrund einer ständigen Sicherung der Liquidität des geplanten Unternehmens deutlich. Ebenso enthält dieser Abschnitt eine Analyse des Break-even.
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