Sniffler: Können Sie eine europäische Universität nennen, die Ihren Anforderungen annähernd idealtypisch entspricht?
Pfeiffer: Es gibt gute private Hochschulen; die Entscheidung ist immer eine individuelle der Studenten. Es steht mir als Einstellendem nicht an, diese Entscheidung zu kritisieren, wenn sie gut
begründet ist. Es gibt viele staatliche Hochschulen, die mittlerweile Doppeldiplomprogramme anbieten, die nicht von schlechten Eltern sind. Das ist auf alle Fälle eine sehr ernsthafte Alternative.
Martin111: Welche sind Ihre "Top 3" unter den privaten Hochschulen in Deutschland?
Pfeiffer: Die Antworten haben keine Reihenfolge: Meine persönlichen drei Favoriten sind: EAP, HHL und ESB Reutlingen.
hans1: Und Ihre "Top 3" der staatlichen Unis?
Pfeiffer: Auf Basis der Profile, die ich bisher gesucht habe: TU Berlin, TU Karlsruhe, Universität Mannheim.
Carlos1: Wo haben Sie eigentlich studiert?
Pfeiffer: An der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt, der TU Berlin und der ESC Toulouse.
HD: Was halten Sie von dem Konzept, dass staatliche Unis MBA- und Executive-Education-Institute ausgründen?
Pfeiffer: Grundsätzlich sehr gut, wenn es richtig gemacht wird. Darin liegt gerade für Unis ein großes Potenzial der Eigenfinanzierung.
abu1: Würden Sie einen Bachelor of Science Abschluss mit Konzentration auf IT und Business mit einem Diplom-Abschluss in Wirtschaftsinformatik gleichsetzen? Wenn nein, warum?
Pfeiffer: Nein, weil der Wirtschaftsinformatiker in der Regel fünf Jahre studiert und auch fünf Jahre Inhalt mitbekommt, der Bachelor nur drei Jahre.
Lutz: Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt ist kostenlos und weist einige Merkmale einer privaten Uni auf. Wie schätzen Sie diese Uni ein?
Pfeiffer: Normalerweise sind die Vordiplom-Noten sehr schlecht, aber viele Personaler wissen das; insgesamt ist es wohl eine gute Uni, aber wer dort beabsichtigt zu studieren, sollte sich vorher den Ort anschauen. Sehr idyllisch, aber nicht das, was sich viele unter studentischem Leben vorstellen.
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