Von Carsten Volkery, New York
Zwei Professoren legten den Grundstein
Die Initiative zu dem Manager-Lego ging von zwei Professoren aus: Bart Victor von der Vanderbilt University in Nashville (Tennessee) und Johan Roos vom Imagination Lab, einer Non-Profit-Organisation im schweizerischen Lausanne. Mitte der 90er wurden die beiden als Berater in die Strategieplanung von Lego miteinbezogen. Dabei ist die Idee entstanden, Prozesse nicht nur zu denken, sondern zu bauen.
Vor zwei Jahren kam dann Rasmussen mit an Bord, die Gruppe der Entwickler war inzwischen auf zehn gewachsen. Als das Produkt Ende 2001 marktreif war, wurde Executive Discovery gegründet. Das Unternehmen hat sieben Mitarbeiter. "Real Time Strategy" ist das erste Produkt. Executive Discovery verkauft die Lego-Sets nicht direkt an Unternehmen, sondern an ausgewählte Unternehmensberater, die dann die Workshops durchführen. Der Preis ist geheim.
Von "Beast" bis "Leadership" - die kommenden Baukästen
Die Nachfrage nach "Strategy" sei trotz der derzeitigen Sparwelle bei Unternehmen groß, sagt Rasmussen. "Zwei Tage mit Lego spielen ist sehr effizient", sagt er. "Denken Sie nur daran, wie lange es dauert, einen kompletten Strategiebericht zu schreiben und ihn dann zehn Leuten verständlich zu machen." Executive Discovery plant weitere Spezial-Kästen für Manager. Der nächste wird voraussichtlich "Beast" heißen. "Beast meint das Problem, das nie weggeht", sagt Rasmussen. Auch ein Kasten "Leadership" sei in Planung.
Einen Makel hat das Lego-Erlebnis allerdings: Wer spielt schon am Tisch? Das habe man zunächst auch gedacht, sagt Rasmussen, sich dann aber gegen das Original, den Fußboden, entschieden. "Schließlich ist es für die meisten Erwachsenen schon mehr als genug, mit Bauklötzen zu spielen."
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