Mittwoch, 31. August 2016

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Endspiel um den Internet-Dino Die fünf wichtigsten Fragen zum Kampf um Yahoo

War einst mit riesigen Vorschusslorbeeren angetreten: Yahoo-CEO Marissa Mayer

"Es war einmal ein Internet, dessen wichtigstes Unternehmen hieß Yahoo." Kein Wunder, dass das Technologie-Magazin "Wired" einen Überblick über den Niedergang des Internet-Pioniers wie ein Märchen betitelt: Zu fern erscheinen aktuell die Tage der Vorreiterschaft, in denen "Jerry and David's Guide to the World Wide Web" für viele Menschen der erste Schritt ins Internet gewesen war.

Aktuell arbeitet die einst wichtigste Website an ihrer eigenen Zerschlagung: Laut "Wall Street Journal" hat Yahoo Börsen-Chart zeigen potenziellen Käufern jüngst zwei Wochen Zeit eingeräumt, um Gebote für Einzelteile des Unternehmens abzugeben. Bis zum 11. April möchte Yahoo erfahren, wer wie viel Geld für welchen Unternehmensbereich ausgeben würde. Bis zu 400 Bieter sollen potenziell interessiert sein.

Was macht Yahoo eigentlich?

"Was ist Yahoo? Diese unkomplizierte Frage verwirrt sogar die Menschen, die das Unternehmen leiten", hält "New-York-Times"-Kolumnist David Carr beim Antritt von Marissa Mayer als Yahoo-CEO im Jahr 2012 fest. Er habe deren Vorgängerin Carol Bartz einst danach gefragt: "Nach fünf Minuten Zuhören hatte ich immer noch keine Ahnung."

Gestartet war Yahoo in den 90er Jahren als kuratierte Liste interessanter Websites; später kamen das Suchgeschäft, E-Mail-Dienste und eigene Nachrichtenseiten hinzu.

Aktuell verdient Yahoo das meiste Geld mit Werbung auf seinen Seiten: Knapp 1,3 Milliarden Dollar Umsatz hat das Unternehmen damit im letzten Quartal 2015 erwirtschaftet. Yahoo betreibt etwa einen E-Mail-Dienst, Nachrichten- und Finanz-Websites, Wetter-Apps, die Blog-Plattform Tumblr und das Foto-Netzwerk Flickr. Beobachter gehen hier allerdings von erheblichen Einbußen aus: 2016 soll das Unternehmen mit Werbung noch 2,8 Milliarden Dollar Umsatz erzielen, schätzt Marktforscher eMarketer.

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