Donnerstag, 23. März 2017

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Tech-Ikone rutscht tief in rote Zahlen So redet sich Marissa Mayer ihre Zeit bei Yahoo schön

Marissa Mayer

Die Lage ist katastrophal, doch irgendwie fühlt sich Yahoo-Chefin Marissa Mayer dafür nur bedingt verantwortlich. Das jedenfalls legen die Anmerkungen nahe, die sie anlässlich einer mal wieder tiefroten Quartalsbilanz gemacht hat. Von einer "Abschiedsrede" schreibt das US-Portal "Business Insider".

Unbeirrt hielt Mayer demnach daran fest, dass nicht alles schlecht gewesen sei in den vier Jahren mit ihr an der Unternehmensspitze. "Wir haben unbarmherzig untersucht, wo wir standen und wo wir stehen wollten und haben notwendige Schritte unternommen, um dorthin zu kommen", sagte sie in ihren "abschließenden Bemerkungen".

"Wir haben uns auf den Weg gemacht, diese Firmen-Ikone auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen", verteidigte sich Mayer. Yahoos Geschäftsmodell habe sich dramatisch vereinfacht. "Ich bleibe überzeugt, dass dies die richtigen Schritte sind, um ein besseres Yahoo zu erschaffen."

Genutzt hat es bisher wenig. Nach Yahoos möglicherweise letztem Quartal als eigenständiges Unternehmen hat Mayer erneut einen dicken Verlust präsentiert. Im vergangenen Quartal gab es ein Minus von 440 Millionen Dollar (397 Millionen Euro) nach einem Minus von 22 Millionen Dollar ein Jahr zuvor, wie Yahoo nach US-Börsenschluss am Montag mitteilte. Auslöser war eine rund 480 Millionen schwere Abschreibung auf die Blog-Plattform Tumblr.

Yahoo hatte Tumblr 2013 für rund eine Milliarde Dollar gekauft. Der Plan der Firmenchefin Marissa Mayer war, damit mehr junge Nutzer anzulocken. Bereits Anfang des Jahres schrieb Yahoo aber rund 230 Millionen Dollar auf Tumblr ab, jetzt sind mehr als zwei Drittel vom Kaufpreis aus den Büchern raus.

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