Freitag, 27. Mai 2016

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Vor deutschem Netflix-Start Vivendi prüft Verkauf von deutschem Hoffnungsträger Watchever

Offensichtlich nicht attraktiv genug: Der Film "Salt" mit Angelina Jolie ist einer der am meisten gesehenen beim deutschen Film-Dienst Watchever. Trotzdem erwägt der Mutterkonzern den Verkauf.

Das US-Fernsehportal Netflix könnte schon vor dem Deutschlandstart sein erstes Opfer fordern. Laut französischen Medienberichten sucht der französische Medienkonzern Vivendi angesichts der drohenden Konkurrenz nach einem Käufer für seinen deutschen Streaming-Dienst Watchever.

Hamburg - Der amerikanische Fersehdienst Netflix soll erst in einigen Monaten in Deutschland an den Start gehen. Doch offenbar reicht schon die Ankündigung des Marktstarts des amerikanischen TV-Giganten, die Konkurrenz in die Knie zu zwingen. Laut einem Bericht der französischen Zeitung "Les Echos" sucht Vivendi einen Käufer für sin deutsches Streamingangebot Watchever.

Bei Watchever selbst wollte man den Bericht nicht kommentieren. Eine Sprecherin verwies jedoch auf Äußerungen des Mutterkonzerns vom Dienstag, dem zufolge für die deutsche Tochter "alle strategischen Optionen geprüft" würden.

Laut "Les Echos" deutet nun alles auf einen Verkauf hin. Ein entsprechendes Mandat sei an die US-Bank Merrill Lynch ergangen, hieß es.

Der Dienst, über den deutsche Kunden Filme und US-Serien wie "Breaking Bad" oder "The Big-Bang-Theory" auf ihre Endgeräte streamen können, war 2013 in Deutschland gestartet und soll der Zeitung zufolge aktuell bis zu einer halben Million Kunden haben.

Allerdings musste das Unternehmen den Erfolg teuer bezahlen. Alleine 2013 standen dem Blatt zufolge 66 Millionen Euro Verluste zu Buche, wozu teure Werbekampagnen und Sonderaktionen ihren Teil beigetragen haben dürften.

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