Freitag, 31. März 2017

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Fahrdienst bekommt nicht genug Uber verhandelt über Milliarden-Kredit

Uber-Chef Travis Kalanick - hier mit Freundin Gabi Holzwarth - will laut "Wall Street Journal" einen Milliardenkredit aufnehmen

Nach einer erneuten Finanzierungsrunde nun noch ein Kredit - Uber kann anscheinend nicht genug Geld einsammeln. Einem Zeitungsbericht zufolge verhandelt der umstrittene Fahrdienst-Vermittler über einen Milliarden-Kredit. Das Startup aus San Francisco habe mehrere Banken angefragt, wie viel sie dazu beisteuern würden, schrieb das "Wall Street Journal" am Freitag unter Berufung auf informierte Personen.

Dabei hatte Uber allein bereits mehrere Milliarden Dollar von Investoren im Gegenzug für Firmenanteile bekommen. Erst vor zwei Wochen berichteten ebenfalls das "Wall Street Journal" und die "New York Times" übereine weitere milliardenschwere Finanzierungsrunde, die das Unternehmen auf einen Marktwert in Höhe von mehr als 50 Milliarden Dollar taxieren würde.

Die nun avisierte Kreditlinie benötige das Unternehmen aber nicht für das Tagesgeschäft, berichte das Journal.

Es ist aber nach wie vor unklar, wie viel Geld die rasante internationale Expansion verschlingt. Uber soll 2014 einen Umsatz von rund 400 Millionen Dollar gemacht haben. Über den Verlust oder Gewinn ist nichts bekannt.

Uber soll zusammen mit Partnern unter den Bietern für Nokias Kartendienst Here sein, der laut Medienberichten drei Milliarden Euro kosten könnte.

Das "Wall Street Journal" wies zugleich darauf hin, dass eine solche Kreditlinie auf den Beginn von Vorbereitungen für einen Börsengang hinweisen könnte. Auf diese Weise beginne man oft, die dafür nötige Beziehung zu Banken aufzubauen. Nach Informationen der Zeitung sei aber ein Uber-Börsengang frühestens im kommenden Jahr zu erwarten.

run/dpa-AFX

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