Dienstag, 27. September 2016

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Deutsche Telekom Telekom trennt sich von Personalvorstand Schick: "Alles Gute!"

Vor einvernehmlicher Trennung: Die Personalchefin der Deutschen Telekom verhandelt mithilfe eines Arbeitsrechtlers schon seit geraumer Zeit über die Auflösung ihres Vertrags

Seit Monaten ist Telekom-Arbeitsdirektorin Marion Schick erkrankt und kann ihre Aufgaben im Vorstand nicht wahrnehmen. Nun trennt sich der Konzern von der Managerin.

Hamburg - Die Deutsche Telekom trennt sich von ihrem Personalvorstand Marion Schick. Der Schritt erfolge einvernehmlich, teilte der Aufsichtsrat am Freitagabend mit und bestätigte damit Informationen von manager magazin online. Der Grund: Schick ist seit Dezember erkrankt und kann seither ihre Aufgaben im Vorstand nicht wahrnehmen. Die Personalchefin hatte zuvor mithilfe eines prominenten Arbeitsrechtlers an der Auflösung ihres Vertrags verhandelt. Aufsichtsratschef Ulrich Lehner dankte Schick persönlich und im Namen des Aufsichtsrats.

Schicks Ressort leitet seit Monaten interimistisch Chefjustiziar Thomas Kremer. Die 55-Jährige selbst war für ein Gespräch nicht zu erreichen. In einer Pressemitteilung dankte sie am Abend Aufsichtsrat und besonders den Mitarbeitern: "Sie machen dieses tolle Unternehmen aus - mit Ihnen zusammen hätte ich gern noch einiges angeschoben. Alles Gute!"

Schick war eine von zwei Managerinnen im Vorstand, ihre Berufung 2012 half der hausinternen Frauenquote. Die ehemalige CDU-Politikerin und Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg fand sich nur schwer in Bonn zurecht: Kompetenzen wurden ihr genommen wie etwa die Führungskräfteentwicklung. Zudem wird ihr falsche Themensetzung vorgeworfen, wie beispielsweise mit dem Versuch, ein neues Vergütungssystem für Führungskräfte aufzusetzen.

Der Konzern dürfte nun mithilfe eines Personalberaters nach einem neuen Arbeitsdirektor oder einer -direktorin suchen. Intern werden auch Kremer Chancen zugesprochen, in Zukunft beide Ressorts, Personal und Recht, zu leiten. Eine Entscheidung ist diesbezüglich aber offenbar nicht gefallen.

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