Donnerstag, 30. Juni 2016

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Telekom-Tochter wächst und wächst T-Mobile US gewinnt 2,3 Millionen Kunden im Quartal

John Legere: Der Chef der US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom kann für das dritte Quartal einen Gewinnsprung von 40 Prozent ausweisen. Beim Nettogewinn und beim Umsatz bleibt der drittgrößte Mobilfunker der USA allerdings hinter den Erwartungen der Märkte zurück.

Ein anhaltender Kundenansturm beschert der amerikanischen Telekom-Tochter T-Mobile US einen kräftigen Gewinnsprung. Im dritten Quartal sei das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebitda) um gut 40 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Unternehmen im US-Bundesstaat Washington am Dienstag mit.

Der Umsatz stieg im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 7,85 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 138 Millionen Dollar nach einem Verlust von 94 Millionen Dollar. Sowohl beim Umsatz als beim Nettogewinn blieb die Tochter der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen unter den Erwartungen der Experten.

Gleichwohl: Die Zahl der Handynutzer wuchs im dritten Quartal um 2,3 Millionen. Damit lockt der drittgrößte Mobilfunkanbieter der Vereinigten Staaten seit zweieinhalb Jahren jedes Quartal mehr als eine Million neue Telefonnutzer.

Auf Basis der brummenden Geschäfte schraubte Firmenchef John Legere, der den Konzern mit aggressiven Tarifen und viel Werbung wieder auf Vordermann brachte, abermals die Prognose für das Kundenwachstum hoch.

T-Mobile US kann mit 4,2 Millionen neuen Kunden in 2015 rechnen

In diesem Jahr dürften bis zu 4,2 Millionen Amerikaner einen neuen Vertrag bei dem Unternehmen unterschreiben. Bislang hatte Legere mit lediglich 3,9 Millionen neuen Kontraktkunden gerechnet. Bei T-Mobile US hat es aber Tradition, am Jahresanfang einen besonders niedrigen Kundenzulauf zu erwarten. Das Betriebsergebnis soll wie gehabt auf 6,8 bis 7,2 Milliarden Dollar wachsen, nach 5,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr.

Der Erfolg von T-Mobile US ist hart erkämpft. Die Deutsche Telekom musste ihre Tochter, an der sie zwei Drittel der Anteile hält, jahrelang mit Milliardenaufwand sanieren. Kaufinteressenten wie die US-Rivalen AT&T und Sprint sowie der französische Telefonkonzern Iliad sprangen nacheinander ab. Auch um den US-Bezahlfernsehanbieter Dish, der im Frühsommer ein Auge auf T-Mobile US warf, ist es still geworden.

rei/reuters/dpa

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