Sonntag, 28. August 2016

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Start-up-Metropolen Berlin macht London Konkurrenz

Berlin: Die deutsche Hauptstadt liegt im europäischen Start-up Ranking hinter London auf Platz zwei.

Dank seines hippen Images, das junge Leute aus aller Welt anzieht, und niedriger Mieten hat sich Berlin zu einer der bedeutendsten Startup-Metropolen gemausert. In Europa läuft nur noch London der deutschen Hauptstadt den Rang ab.

Hamburg - Zalando, Soundcloud, HelloFresh, Delivery Hero oder der Reifenversender Tirendo. Dass Berlin mit einer ganzen Vielzahl von Unternehmensgründungen mittlerweile unter den internationalen Startup-Metropolen ganz vorne mitmischt, ist nicht erst seit den Börsengängen von Zalando und Rocket Internet Allgemeingut. Jetzt belegt eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young die Position der deutschen Hauptstadt mit Zahlen.

London vor Hamburg: Die wichtigsten Startup-Städte nach Wagniskapital-Investitionen in Start-ups aus dem Bereich Technologie und digitale Medien 2013 bis September 2014 (Zahl der Transaktionen)
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London vor Hamburg: Die wichtigsten Startup-Städte nach Wagniskapital-Investitionen in Start-ups aus dem Bereich Technologie und digitale Medien 2013 bis September 2014 (Zahl der Transaktionen)
Demnach liegt Berlin, was Venture-Capital (VC)-Investitionen und deren Transaktionsvolumen angeht, hinter der britischen Hauptstadt London in Europa auf Platz zwei. Zwischen Anfang 2013 und September 2014 erhielten demnach 187 Londoner Start-ups Finanzmittel von Risikokapitalgebern. In Berlin waren es im selben Zeitraum 145 und in Paris, der drittplatzierten europäischen Stadt, 66 Transaktionen.

Auch München und Hamburg unter den Top 15

Insgesamt können sich drei deutsche Städte unter den umkämpften europäischen Top 15 platzieren: Neben Berlin sind das München und Hamburg (mit 32 beziehungsweise 20 Risikokapital-Investitionen).

Auch das Interesse an den Jung-Unternehmen steigt spürbar: 2010 lag die Zahl der Wagniskapital-Investitionen in deutsche Startups laut EY noch bei 111, im Jahr 2013 waren es bereits 201 - und für 2014 rechnen die Experten mit einem mindestens so hohen Niveau.

Und auch was Exits angeht, macht Deutschland Fortschritte. Mit 108 Aufkäufen machten Akquisitionen von Start-up-Unternehmen 2013 bereits laut Ernst & Young knapp ein Drittel (31 Prozent) des gesamten M&A-Geschehens im Technologie-Sektor aus.

Auf der Käuferseite sind aktuell noch deutsche Unternehmen in der Überzahl. Doch Investoren aus dem Ausland holen auf. Ihr "Marktanteil" stieg laut EY im ersten Halbjahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr von 22 auf 29 Prozent. Und je größer die Investition, desto wahrscheinlicher ist, dass der Investor aus dem meist angelsächsischen Ausland kommt.

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