Freitag, 20. Oktober 2017

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Charter und Comcast aus dem Rennen Sprint kommt von T-Mobile US nicht los

T-Mobile-Filiale in Los Angeles: Die Telekom-Tochter will nur mit Sprint zusammengehen, wenn sie die operative Führung des neuen Unternehmens behält

Der US-Mobilfunker Sprint hat offenbar die Gespräche mit T-Mobile US über einen möglichen Zusammenschluss wieder aufgenommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dieser Schritt war erwartet worden, nachdem die Frist für exklusive Gespräche zwischen Sprint und den beiden US-Kabelkonzernen Charter und Comcast Börsen-Chart zeigen über Kooperationen oder mögliche Zusammenschlüsse ausgelaufen ist.

Die Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Tochter der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen und Sprint würden zeigen, dass die Sprint-Mutter Softbank Börsen-Chart zeigen alle Optionen für das vor rund fünf Jahren erworbene Unternehmen prüft. Dabei sei weiterhin auch die Übernahme des Kabelkonzerns Charter durch Softbank eine Option, um dann Sprint mit dem deutlich größeren Unternehmen zusammenzulegen. Sprint hatte zuletztanders als zum Beispiel T-Mobile US Probleme, Kunden zu gewinnen. Im vergangenen Quartal musste Sprint sogar einen Rückgang bei der Kundenzahl hinnehmen.

Vertreter der beteiligten Unternehmen wollten die Informationen nicht kommentieren, hieß es in dem Bloomberg-Bericht weiter. Die Deutsche Telekom hält sich zu dem Thema offiziell bedeckt. So hatte Finanzvorstand Thomas Dannenfeldt bei der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am vergangenen Donnerstag gesagt, dass sich der Konzern zu den Spekulationen über die Zukunft von T-Mobile US nicht äußert. Das Unternehmen sei sehr gut im Markt positioniert und habe alle Zutaten für ein erfolgreiches Geschäft, sagte er.

Telekom will die Führung behalten

Einem "Handelsblatt"-Bericht im Juni zufolge sind die die Bonner durchaus bereit ihr zuletzt glänzendes US-Mobilfunkgeschäft mit Sprint zusammen zu legen, sofern sie dabei die unternehmerische Führung bekommen. Es liege aber noch kein offizieller Beschluss des Telekom-Aufsichtsrats für das Vorgehen vor, da die obligatorischen politischen Gespräche vor einem derartigen Vorhaben noch nicht abgeschlossen seien, hatte es in dem Bericht unter Berufung auf das Umfeld des Vorstands und Aufsichtsrats geheißen. Die Telekom wollte die Informationen damals nicht kommentieren.

Das manager magazin hatte bereits in seiner Mai-Ausgabe über diese Pläne berichtet (siehe Kasten). Bislang sind Zusammenschlüsse in der hart umkämpften US-Mobilfunkbranche oft an Kartellbedenken gescheitert. Das könnte sich unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump aber ändern.

Die ganze Geschichte

mg/dpa-afx

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