Sonntag, 4. Dezember 2016

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Investition in Hamburger Fahrdienst Sixt-Vorstand Konstantin Sixt steigt bei Wundercar ein

Gut verdrahtet: Konstantin Sixt (M.) ist in der Internetszene gut vernetzt - hier mit den Brüdern Oliver (l.) und Marc Samwer (r.). Als Geschäftsführer von Sixt e-Ventures hat er bereits einige Investitionen in neue Geschäftsmodelle rund um das Thema Mobilität getätigt.
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Gut verdrahtet: Konstantin Sixt (M.) ist in der Internetszene gut vernetzt - hier mit den Brüdern Oliver (l.) und Marc Samwer (r.). Als Geschäftsführer von Sixt e-Ventures hat er bereits einige Investitionen in neue Geschäftsmodelle rund um das Thema Mobilität getätigt.

Patriarch Erich Sixt hat im Februar seine Söhne in den Vorstand des Autovermieters geholt. Jetzt tätigt Konstantin Sixt, im Führungsgremium zuständig für das Online-Geschäft sowie für den Vertrieb, ein interessantes Investment: Der jüngere Sixt-Sohn steigt beim Hamburger Startup Wundercar ein. Das erfuhr manager magazin online von mit der Situation Vertrauten.

Wundercar vermittelt per App Fahrten innerhalb von Großstädten, wurde in Deutschland im vergangenen Jahr aber kurz nach dem Start von den Behörden verboten. Das Startup ist seither vor allem in Osteuropa tätig und wächst in Städten wie Budapest, Warschau und Prag laut eigenen Angaben um 40 Prozent pro Monat.

Anders als bei Uber ist Wundercar nicht als Einkommens-Alternative für private Fahrer angelegt. Die Plattform funktioniert eher wie ein Vermittler für Mitfahrgelegenheiten. Fahrgäste zahlen ein freiwilliges Trinkgeld, von dem eine Provision an Wundercar geht. Das Geschäftsmodell hat auch andere Investoren überzeugt: Wie manager magazin bereits im März berichtete, ist auch der Automobilhersteller BMW an der Finanzierungsrunde beteiligt.

Wunder-Car bestätigte die neue Geldgeberrunde und den Einstieg von Konstantin Sixt, wollte das Engagement von BMW indes nicht bestätigen.

Der Einstieg des Sixt-Vorstandes bei Wundercar erfolgte nach Informationen von manager magazin dabei aber nicht über das Unternehmen selbst oder dessen Wagnisgeld-Fonds Sixt e-Ventures, sondern über einen eigenen Beteiligungs-Fonds von Konstantin Sixt. Sixt ist in der deutschen Gründer-Szene gut verdrahtet und hatte als Geschäftsführer von Sixt e-Ventures bereits einige Investitionen in neue Geschäftsmodelle rund um das Thema Mobilität getätigt. Über seinen Wagnisfonds ist das Unternehmen Sixt Börsen-Chart zeigen etwa am gemeinsam mit BMW betriebenen Car-Sharing-Angebot Drive Now beteiligt. Von daher wird es interessant sein zu sehen, inwiefern die Wundercar-App nun bei Drive Now mit integriert werden wird oder ob es Kooperationen mit der Drive-Now-Plattform geben wird. Wundercar wollte sich dazu nicht äußern.

Die Investitionsrunde wurde vom Wagnisfonds Blumberg Capital angeführt. Der Venturefonds aus dem Silicon Valley ist in Deutschland durch sein Investment beim Fintech-Startup Kreditech in der Gründerszene bekannt. Wie viel Geld Konstantin Sixt und die anderen Investoren Wundercar insgesamt zusteckten, ist nicht bekannt. Es scheint für den Einstieg in neue Märkte aber zu genügen: Ende des Monats will Wundercar-Gründer Gunnar Froh mit der App auch in Istanbul durchstarten.


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