Mittwoch, 27. Juli 2016

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Rückschlag für McDermott SAP erlöst mit Hoffnungsträger Hana-Cloud-Plattform nur wenige Millionen Euro

Rückschlag für Bill McDermott: Die Strategie des SAP-Chefs fußt auf der Produktfamilie Hana

SAP will seine Datenbanktechnologie Hana zum Standard der IT-Industrie machen. Ein wichtiger Baustein im Hana-Verbund kommt laut einem internen Papier am Markt allerdings nicht an. Nun plant der Softwarekonzern drastische Preisnachlässe, um den Konkurrenten Salesforce anzugreifen.

Hamburg - Der Software-Konzern SAP Börsen-Chart zeigen tut sich schwer damit, seine neue Datenbanktechnologie Hana in der IT-Branche zu etablieren. Wie aus einem internen Strategiepapier der SAP hervorgeht, erlöst das Unternehmen derzeit "nur ein bis zwei Millionen Euro Umsatz pro Quartal" mit seiner Hana-Cloud-Plattform. Auf dieser können Kunden und IT-Spezialisten Anwendungen, die auf der Hana-Technologie basieren, entwickeln und ausbauen - in etwa so, wie es Entwickler für den App-Store von Apple Börsen-Chart zeigen für Privatkunden tun. SAP plant daher drastische Preissenkungen.

Die schwache Akzeptanz der Plattform ist ein Rückschlag für die Strategie von Vorstandschef Bill McDermott und seinem Aufsichtsratschef Hasso Plattner, die an der Produktfamilie Hana hängt. Das Hana-Kernprodukt des Konzerns ermöglicht es, Daten in Sekunden auszuwerten und zu analysieren. SAP baut derzeit seine gesamte Produkt- und Vertriebsstruktur rund um Hana- und Cloud-Angebote um.

Bei der Hana Cloud Plattform geht es nicht um den Vertrieb der eigenen Hana-Produkte, sondern um das Geschäft mit Partnern. Über die Plattform sollen Entwickler Anwendungen für Hana programmieren und in die Familie einspeisen, ähnlich dem App-Store von Apple. Das Walldorfer Unternehmen hat sich vorgenommen, ihre schnelle Datenbanktechnologie Hana zum Standard der IT-Industrie zu etablieren. Am 20. Oktober meldet SAP seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal.

SAPs Lösung soll günstiger werden

Manager magazin online liegt das Vorstands-Papier mit den ernüchternden Hana-Cloud-Plattform-Zahlen vor. Für den Bereich sind Entwicklungs-Chef Bernd Leukert und Vertriebs-Vorstand Rob Ensslin zuständig. Demnach passt der Software-Konzern sein Preismodell für seine Hana-Plattform in der Cloud dem Konkurrenz-Angebot des ärgsten Rivalen Salesforce.com Börsen-Chart zeigen an. Ein SAP-Sprecher wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Derzeit müssten Kunden bei SAP im geringsten Fall 5.932 Dollar im Monat dafür zahlen, den Dienst zu nutzen, heißt es in der Zusammenfassung. Beim Konkurrenten Salesforce.com würden hingegen im günstigsten Fall nur 25 Dollar fällig. "Das bremst die Annahme am Markt", so das Fazit. Deshalb würde die Preisgestaltung bei SAP "ähnlich der von Salesforce.com angepasst mit besseren Konditionen zu ähnlichen Preispunkten inklusive einer kostenlosen Start-Edition". Ziel der neuen Strategie ist, "aggressiv die Marktannahme (der Hana Cloud Plattform) zu verfolgen und Force.com zu schlagen". Allerdings bleiben die Erlösziele in dem Geschäft bescheiden. Bis 2020 will SAP mit seiner Hana Cloud Plattform rund 158 Millionen Euro erlösen, geht aus dem Papier hervor.

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