Dienstag, 12. Dezember 2017

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Startup-Schmiede Rocket verfehlt Ziele und vertröstet Anleger

Rocket-Vorstand Alexander Kudlich (links), Oliver Samwer und Peter Kimpel (rechts): Anleger erneut um Geduld gebeten

Die Berliner Start-up-Fabrik Rocket Internet hat die Verluste in ihren Beteiligungen weiter verringert. Das selbst gesetzte Ziel, bis Ende diesen Jahres drei Firmen über die Gewinnschwelle zu bringen, werde man aber um "einige Quartale" verfehlen und erst 2018 erreichen, sagte Finanzchef Peter Kimpel am Donnerstag. Anleger reagierten enttäuscht: Der Kurs der Aktie von Rocket Internet Börsen-Chart zeigen gab zeitweise um mehr als 5 Prozent nach.

Insgesamt sei man weiter mit der Entwicklung der Beteiligungen sehr zufrieden, so Kimpel. Er betonte die verbesserte Profitabilität etwa bei dem Kochboxen-Lieferanten HelloFresh , dem Modeversender Global Fashion Group (GFG) und dem Einrichtungsportal Home24.

Die Umsätze bei HelloFresh, das Anfang November an die Börse gegangen war, stiegen gegenüber den ersten neun Monaten des Vorjahres um 49 Prozent, bei GFG um 27 Prozent und bei Home24 um 10 Prozent. Alle drei schrieben allerdings weiter rote Zahlen.

Die Start-up-Schmiede selbst fuhr nur noch einen Bruchteil der Verluste ein, die sie im Vorjahreszeitraum verzeichnet hatte. Das Periodenergebnis der ersten drei Quartale verbesserte sich von 642 Millionen auf nun 44 Millionen Euro.

Rocket Internet Börsen-Chart zeigen Internet kam die Entwicklung des Aktienkurses von Delivery Hero Börsen-Chart zeigen ("Lieferheld") zugute, das als erstes Beteiligungsunternehmen im Juni an die Börse gegangen war. Rocket hatte sich zugleich von Anteilen getrennt und Kasse gemacht.

la/dpa

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