Sonntag, 28. August 2016

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Hellofresh-Börsengang weiter unklar Wert der Rocket-Internet-Startups stagniert

Börsengang von Essenslieferant Hellofresh weiter unklar: Rocket-Gründer Oliver Samwer will sich mit dem IPO-Termin nicht festlegen

Die größten Firmen der Startup-Schmiede Rocket Internet kamen zuletzt nicht vom Fleck. Im dritten Quartal stagnierte der Wert des Firmenportfolios nahezu bei 6,1 Milliarden Euro, teilte das Berliner Unternehmen am Mittwoch mit.

Vom Rocket-Börsengang im vergangenen Oktober bis zum Juni war der Wert der Startups, zu denen unter anderem der Essenslieferdienst Delivery Hero, der Kochbox-Anbieter Hellofresh sowie die Möbelhändler Westwing und Home24 gehören, noch um mehr als drei Milliarden Euro in die Höhe geschnellt.

Erst im November wurde das zunächst für dieses Jahr anvisierte Börsendebüt von Hellofresh überraschend auf die lange Bank geschoben. Wann Hellofresh nun diesen Schritt gehe, sei davon abhängig, wann die Firma und die Finanzmärkte bereit seien, sagte Firmenchef Oliver Samwer.

Wechsel an der Aufsichtsratsspitze

Im September hatte er versprochen, innerhalb von 18 Monaten eine seiner Beteiligungen an die Börse zu bringen. Rocket sei auf gutem Weg, dieses Ziel zu erreichen, erklärte er. Ob Hellofresh dieses Startup sein werde, könne er allerdings nicht sagen.

An der Spitze des Rocket-Aufsichtsrats kommt es zu einem Wechsel. Der bisherige Stellvertreter Marcus Englert ersetzt Lorenzo Grabau. Grabau ist Chef des schwedischen Investors Kinnevik, der auch an Rocket beteiligt ist, und bleibt Mitglied des Aufsichtsrats.

manager magazin hatte am Dienstag exklusiv über den Wechsel an der Aufsichtsratsspitze berichtet. Dem Wechsel war ein Streit zwischen dem schwedischen Investor und Samwer vorausgegangen. Im Aufsichtsrat hat Kinnevik über Anwälte den von Samwer avisierten Börsengang von Hellofresh blockiert. Im Zuge des Streits gab Grabau nun sein Amt auf.

rei mit reuters

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