Samstag, 2. Juli 2016

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Rocket Internet Oliver Samwer will 600 Millionen Euro für Zukäufe

Im Vorwärts-Modus: Oliver Samwer, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Rocket Internet AG (hier 24.09.2014 während einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main) holt sich frisches Geld von Aktionären.

Der Börsengang ist mal gerade vier Monate alt - da holt sich Rocket-Internet-Chef Oliver Samwer an der Börse mehr als eine halbe Milliarde Investitionsmittel. Die Aktien sollen an Profi-Investoren gehen.

Die Online-Holding Rocket Internet sammelt nur vier Monate nach ihrem Börsengang frisches Kapital ein. Das Unternehmen will nach eigenen Angaben vom Donnerstag im Rahmen einer Kapitalerhöhung bis zu rund zwölf Millionen neue Aktien ausgeben - das entspricht einem Anteil von derzeit rund acht Prozent am Unternehmen.

Bekommt der Berliner Konzern die frischen Aktien zum Börsenkurs von 53,80 Euro am Donnerstag verkauft, würde die Aktion Rocket Internet Börsen-Chart zeigen mit weiteren rund 645 Millionen Euro ausstatten. Das Geld wolle man für die weitere Expansion der eigenen Holding-Firmen investieren, aber auch in Zukäufe, teilte Vorstandschef und Gründer Oliver Samwer mit, der spätestens seit seinem Börsengang als einflussreichster Internet-Unternehmer Deutschlands gilt.

Die Privatplatzierung bei ausschließlich institutionellen Anlegern beginne am 12. Februar und ende spätestens am 13. Februar. Die bestehenden Investoren, der schottische Fonds-Anbieter Baillie Gifford und der Internetdienstleister United Internet, hätten bereits ihre Teilnahme mit Kaufaufträgen zum Platzierungspreis mit einer Gesamtsumme von ungefähr 210 Millionen Euro bestätigt. Rocket wolle den Erlös aus der Kapitalerhöhung in seine Expansion stecken. Organisiert wird die Kapitalerhöhung von den Banken Berenberg, JP Morgan und Morgan Stanley.

Rocket Internet war im Oktober 2014 an die Börse gegangen und hatte 1,4 Milliarden Euro bei Investoren eingeworben. Von dem Geld habe man seit dem Börsengang rund 1 Milliarde Euro ausgegeben, teilte Rocket Internet weiter mit, vor allem in den Online-Handel mit Lebensmitteln.

soc/Reuters

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