Freitag, 27. Mai 2016

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Linkedin zahlt 13 Millionen Dollar wegen Spam-Vorwürfen Linkedin muss für aggressive Kundenwerbung büßen

Linkedin: Wegen zu aggressiver Kundenwerbung muss das Netzwerk nun Millionen zahlen

Das Technologie-Unternehmen gerne Kontaktlisten ihrer Nutzer für den eigenen Vertrieb nutzen, hat schon vielen Kunden so manche Peinlichkeit beschert. Dass nicht nur Kunden sondern auch Unternehmen bei solchen Taktiken Vorsicht walten lassen sollten, zeigt ein aktueller Fall beim sozialen Berufsnetzwerk Linkedin.

Das mit mehr als 300 Millionen Nutzern weltweit größte berufliche Netzwerk hat sich mit seiner aggressiven Spam-Taktik eine Sammelklage eingehandelt. Um den Fall aus der Welt zu schaffen, hat sich Linkedin nun zur Zahlung von 13 Millionen Dollar bereit erklärt.

In dem bereits 2013 losgetretenen Rechtsstreit war es um die Praxis des Netzwerkes gegangen, bereits bestehende Email-Kontakte von Nutzern für die Werbung für die eigenen Dienstleistungen zu nutzen. Über die sogenannte "Verbindungen-zufügen"-Funktion ("Ad Connections" feature) hatten die Kunden dem Netzwerk zwar die Erlaubnis gegeben, ihre Kontakte zu nutzen.

Welche Entschädigung die Nutzer bekommen, ist noch unklar

Mit der Vorgehensweise, bei ausbleibender Reaktion noch zwei Mal an die noch ausstehende Einladung zu erinnern, ging Linkedin nach Ansicht des von den Klägern angerufenen Gerichtes jedoch über die erteilte Zustimmung hinaus, wie das"Wall Street Journal" berichtet.

Linkedin wies wiederholt jede Schuld von sich. Stimmte letztlich jedoch dem Vergleich über rund 13 Millionen Dollar doch zu, um sich wieder "wirklich wichtigen Dingen", nämlich dem Dienst am Kunden widmen zu können, wie das Netzwerk betonte. Auch sollen Nutzer künftig die Möglicheit bekommen, den Versand von Erinnerungsmails zu unterbinden.

Wie viel geschädigte Linkedin-Nutzer für den Missbrauch ihrer Email-Kontakte bekommen, ist noch unklar. Die Summer hängt davon ab, wie viele Geschädigte bis zum Ablaufen der Meldefrist am 14. Dezember ihre Ansprüche auf Seiten wie dieser anmelden.

Sollte die Pro-Kopf-Summe weniger als zehn Dollar betragen, wird Linkedin laut Presseberichten die Gesamtsumme um weitere 750.000 Dollar aufstocken. Entschädigungsberechtigt sind laut den Informationen Linkedin Nutzer, die zwischen September 2011 und Oktober 2014 die Add Connections nutzten.


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