Samstag, 22. Juli 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Teuerstes Startup der Welt Xiaomi verdreifacht Smartphone-Absatz

Xiaomi-Gründer Lei Jun: Hochgerüstete Smartphones für wenig Geld

Der chinesische Smartphone-Senkrechtstarter Xiaomi hat den Absatz im vergangenen Jahr verdreifacht, den Umsatz mehr als verdoppelt. Das Margenproblem aber bleibt für den Samsung- und Apple-Widersacher.

Peking/New York - Der chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi hat den Absatz seiner Geräte im vergangenen Jahr mehr als verdreifacht. Es seien 61,1 Millionen Smartphones verkauft worden, erklärte Gründer und Chef Lei Jun am Wochenende, wie unter anderem das "Wall Street Journal" berichtete. Im Jahr 2013 hatte Xiaomi 18,3 Millionen Geräte abgesetzt. Der Umsatz habe sich mit 74,3 Milliarden Yuan (knapp 9,98 Milliarden Euro) mehr als verdoppelt.

Xiaomi ist vor allem dank der Stärke im Heimatmarkt China unter die fünf größten Smartphone-Anbieter aufgestiegen. Das Unternehmen verkauft technisch hochgerüstete Smartphones günstig über das Internet und macht damit vor allem Samsung Börsen-Chart zeigen zu schaffen. So wurde am Wochenende ein Modell mit schnellem LTE-Datenfunk und 4,7-Zoll-Display für 699 Yuan (94 Euro) angekündigt. Allerdings knabbert diese Strategie an der Marge.

Der Konzern arbeitet derzeit an einer Expansion in andere Länder in Asien. Im Dezember besorgte sich Xiaomi rund eine Milliarde Dollar frisches Geld bei Investoren und wurde dabei laut Medienberichten insgesamt mit 45 Milliarden Dollar bewertet - das teuerste Startup der Welt.

ts/dpa

Nachrichtenticker

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH