Sonntag, 19. November 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Quartalszahlen von Alphabet, Amazon und Microsoft US-Techriesen legen "sagenhaftes Quartal" hin

Schriftzug des IT-Konzerns Google

Nicht nur Google-Mutter Alphabet kann sich über stark wachsende Gewinne freuen, sondern auch Amazon und Microsoft. Ihre Gewinne stiegen um. Die Börse reagierte entsprechend.

Die US-Unternehmen Alphabet, Amazon und Microsoft haben ihre Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2017 vorgelegt - und große Gewinnsprünge verkündet. Dank boomender Werbeeinnahmen konnte Google-Mutter Alphabet Börsen-Chart zeigen den Gewinn deutlich steigern. Verglichen mit dem Vorjahreswert wuchs der Überschuss um rund ein Drittel auf 6,7 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet etwa 5,8 Milliarden Euro.

Der Umsatz legte um 24 Prozent auf 27,8 Milliarden Dollar zu. "Wir hatten ein sagenhaftes Quartal", sagte Finanzchefin Ruth Porat. Auch bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, die Aktie stieg nachbörslich zunächst um fast vier Prozent. Analysten hatten mit deutlich schwächeren Quartalsergebnissen gerechnet.

Amazon

Stark wachsende Onlineverkäufe durch die Rabattaktion "Prime Day" und das florierende Cloud-Geschäft ließen auch die Erlöse bei Amazon Börsen-Chart zeigen um 34 Prozent auf 43,7 Milliarden Dollar wachsen. Dadurch konnte der Konzern seinen Gewinn im dritten Quartal trotz hoher Ausgaben leicht steigern. Verglichen mit dem Vorjahreswert legte der Überschuss um 1,6 Prozent auf 256 Millionen Dollar zu, also auf etwa 220 Millionen Euro.

Erstmals tauchte auch die im August übernommene Bio-Supermarktkette Whole Foods in den Quartalszahlen auf - der 13,7 Milliarden Dollar teure Zukauf steuerte 1,3 Milliarden Dollar zum Konzernumsatz bei. Auch die Ergebnisse von Amazon übertrafen die Prognosen der Analysten deutlich. Die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über sechs Prozent. Zudem kam der Ausblick auf das Weihnachtsquartal bei Anlegern offenbar gut an: Amazon rechnet mit einem Umsatz zwischen 56 und 60,5 Milliarden Dollar.

Microsoft

Microsoft Börsen-Chart zeigen profitiert ebenfalls kräftig vom boomenden Cloud-Geschäft. Der Gewinn stieg im abgelaufenen Quartal um 16 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar. Der Umsatz erhöhte sich um zwölf Prozent auf 24,5 Milliarden Dollar. Im Cloud-Geschäft legten die Erlöse um 14 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz der PC-Sparte, zu der unter anderem das Betriebsprogramm Windows 10 zählt, stabilisierte sich im Berichtszeitraum. In dieser Sparte hatte Microsoft zuletzt Einbußen verbucht.

Microsoft hat unter dem vor mehr als drei Jahren angetretenen Firmenchef Satya Nadella den Fokus auf das rasant wachsende Cloud-Geschäft zur Auslagerung von Computer- und Speicherdiensten ins Internet verlagert. Das Flaggschiff des Konzerns ist die Plattform Azure, auf der Unternehmen ihre Websites, Apps und Daten verwalten können und die mit Amazons Cloud-Dienst AWS konkurriert. Die Microsoft-Aktie stieg nachbörslich um rund vier Prozent.

koe/Reuters/dpa

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH