Mittwoch, 24. Januar 2018

Studie "Intranet-Suche 2017" Der Frust mit dem Firmen-Netzwerk

Suche im Intranet: Nicht jeder ist derzeit damit glücklich

Firmeninterne Netzwerke werden als Informations- und Kommunikationstool immer wichtiger. Doch viele Beschäftigte in Deutschland sind unzufrieden mit der Qualität ihres firmeninternen Intranets. Dies ist das Ergebnis einer Studie, für die das Beratungs-Unternehmen NetFederation rund 500 Teilnehmer aus mehr als 120 Unternehmen befragte. Die Untersuchung weist verschiedene Punkte auf, wie Unternehmen ihre firmeninternen Netzwerke verbessern können.

- Es besteht Unzufriedenheit mit den Ergebnissen der Suche. Vor allem ungenaue Ergebnisse, schlechte Darstellungen und dass Suchwörter exakt formuliert sein müssen, stört viele Intranetnutzer.

- Die Potenziale der Suchmaschine werden auf die reine Suchfunktion begrenzt. Nutzer können gelerntes Verhalten aus dem Internet daher nicht auf ihrer Arbeit im Intranet anwenden.

- Ein Aktives Search Management, das die Nutzer bei der Verbesserung der Suche einbezieht, findet bisher nur in wenigen Unternehmen statt.

- Zwischen IT und Kommunikation findet zu selten eine klare Aufgabenverteilung statt.

Dabei steigt die Nutzungsintensität von Intranets nach wie vor kontinuierlich: 85 Prozent der Befragten gaben an, mindestens einmal täglich das Intranetz zu nutzen. Jeder dritte greift mehrmals täglich auf die Suchfunktionen im Intranet zurück, so die Studie. Doch mit der Qualität der Treffer ist fast die Hälfte aller Intranetnutzer unzufrieden.

Wie oft werten Intranetverantwortliche im Unternehmen die Begriffe aus, nach denen die Nutzer suchen? Lediglich jedes fünfte der befragten Unternehmen leistet sich eine regelmäßige Auswertung der Suchbegriffe. "Damit verschenken viele Unternehmen Verbesserungspotential, weil der Search-Log ein äußerst aussagekräftiger Datenschatz ist", so die Autoren der Studie.

Aktives Search-Management und Einbeziehung der Nutzer wichtig

Auch bei der Pflege von Metainformationen besteht laut Studie Verbesserungspotential. Nur ein Drittel der Intranet-Redakteure wird im Hinblick auf die Pflege von Metainformationen geschult. So sei es fast unmöglich, Inhalte thematisch von einer Suche erfassen zu lassen. "Viele Unternehmen kaufen zwar die beste, teuerste und ausgereifteste Suche, aber vernachlässigen das Management der Metadaten vollständig", heißt es in der Studie. Dadurch bleibe auch die technisch beste Suche im Arbeitsalltag weit unter ihren Möglichkeiten zurück.

Immerhin besteht laut der Umfrage für jeden dritten Nutzer die Möglichkeit, sich aktiv an der Verbesserung der Suche beteiligen zu können: Indem sie zum Beispiel bei bestehenden Inhalten Schlagwörter einpflegen, betreiben sie "social tagging" oder "collaborative tagging". Das hat mehrere Vorteile: So können Verantwortliche einen Teil des Aufwands an die Nutzer abgeben. Zudem sehen Nutzer im Arbeitsalltag mit ihren Intranets oftmals Zusammenhänge, die die Verantwortlichen aus der Kommunikationsabteilung bei der Veröffentlichung von Inhalten noch nicht im Blick hatten.

la/mmo

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