Sonntag, 25. September 2016

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IT-Riese vor Jobabbau IBM streicht erneut Jobs in Deutschland

IBM: Die Zahl der Beschäftigten in Deutschland soll sinken - auch betriebsbedingte Kündigungen sind möglich

Der amerikanische IT-Konzern IBM will bis Ende März 2017 weitere knapp 1000 Stellen in Deutschland streichen. Gewerkschaftsvertreter rechnen gar mit betriebsbedingten Kündigungen. Damit würden hierzulande nur noch rund 15.000 IBM-Beschäftigte arbeiten. Im Jahr 2008 waren es noch 23.000. Bislang hatte IBM Personal über Altersteilzeit oder natürliche Fluktuation abgebaut.

Erstmals kam aus dem Unternehmen zum Stellenabbau kein Dementi. "IBM hat die Mitbestimmung informiert und zu Verhandlungen aufgefordert", teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Das Unternehmen werde aber auch weiterhin Mitarbeiter mit Schlüsselqualifikationen einstellen, hieß es. Manchmal würden sich die Anforderungen an Mitarbeiter jedoch verändern.

IBM steckt weltweit inmitten einer Umstrukturierung. Das IT-Urgestein hatte über Jahre den Fokus darauf gelegt, Investoren mit Aktienrückkäufen und hohen Gewinnen pro Aktie bei Laune zu halten, anstatt in Innovation und Produkte zu investieren. Erst Ende 2014 verabschiedete sich IBM von dem längst unrealistisch gewordenen Ziel, den Gewinn 2015 auf 20 Dollar pro Papier zu verdoppeln. Konzern-Chefin Virginia Rometty versucht seitdem das Unternehmen wieder in die richtige Bahn zu führen.

Immer wieder war in den vergangen Jahren und Monaten über einen massiven Stellenabbau berichtet worden, der auch die Beschäftigten in Deutschland erfassen sollte. Erst im November war ein Abbau von 3000 Stellen über zwei Jahre im Gespräch. Bestätigen wollte IBM Börsen-Chart zeigen diese Zahlen damals nicht.

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