Samstag, 10. Dezember 2016

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Telekom-Geschäftskunden Höttges lässt T-Systems-Vorstand umbauen

Telekom-Chef: Höttges streicht bei T-Systems massiv Stellen und teilt die Tochter in drei neue Bereiche auf

Telekom-Chef Höttges will den Konzern zum führenden Anbieter in Europa machen. Nach Informationen von manager magazin online baut er dazu die T-Systems-Geschäftsführung erneut um: Es gibt Neuzugänge und Abgänge.

Es ist die größte Umstrukturierung in der Geschichte von T-Systems, die Telekom-Chef Timotheus Höttges der Geschäftskundensparte bereits im vergangenen Jahr verordnet hat. Rund 4000 Stellen von insgesamt 27.000 werden gestrichen, T-Systems wird in drei neue Bereiche aufgeteilt. Und die Restrukturierung geht nun in die nächste Phase über.

Nach Informationen von manager magazin online sollen die Bedürfnisse der Geschäftskunden von T-Systems und der Deutschland-Gesellschaft besser miteinander koordiniert werden. Produkte, Tarife und Funktionen einzelner Angebote und Produkte der Telekom Börsen-Chart zeigen sollen dafür europaweit vereinheitlicht werden.

Um dies besser zu koordinieren, soll nun ein neuer Posten in der Geschäftsführung der T-Systems eingerichtet werden. Diesen soll der Telekom-Topmanager Patrick Molck-Ude einnehmen, erfuhr manager magazin online aus dem Umfeld des Unternehmens.

Hagen Rickmann, derzeit zuständig im T-Systems-Vorstand für den Vertrieb, wird hingegen aus dem Gremium voraussichtlich ausscheiden. Es ist dabei unklar, ob Rickmann die Telekom ganz verlässt oder eine neue Aufgabe im Konzern übernehmen wird. Die Neupositionierung bedarf noch der Zustimmung des Aufsichtsrats. Ein T-Systems-Sprecher wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

T-Systems-Chef und Telekom-Vorstand Reinhard Clemens hat die Mitarbeiter in einem Brief bereits am 7. Januar über bevorstehende Veränderungen informiert. Der Trend zum Cloud-Computing verschaffe T-Systems mit neuen Produkten Wachstumsmöglichkeiten. "Dafür müssen wir konzernintern künftig noch viel enger zusammenarbeiten - auch das ist ein Stück Transformation", hatte Clemens in dem Schreiben mitgeteilt.

Molck-Ude soll nun das Geschäft der Business-Kunden der Deutschland-Gesellschaft mit dem der T-Systems-Kunden koordinieren und vereinheitlichen. Telekom-Insidern zufolge will der Konzern mit dem neuen Zuständigkeitsprofil im T-Systems-Vorstand darauf reagieren, dass die Kunden zunehmend internationale Leistungen sowie länderübergreifende Konnektivität aus einer Hand forderten. Weitere Stellenstreichungen sind mit der Neuaufstellung nicht geplant.

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