Donnerstag, 23. März 2017

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Facebook-Chef heuert erfahrene Politberater an Mark Zuckerberg bastelt bereits an einer Polit-Karriere

Buddys Obama und Zuckerberg: Geht der Facebook-Chef demnächst in die Politik?
imago/UPI Photo
Buddys Obama und Zuckerberg: Geht der Facebook-Chef demnächst in die Politik?

Neuer Hinweis auf mögliche politische Ambitionen des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg: Für seine Chan Zuckerberg Initiative sicherte sich der Tech-Unternehmer jetzt die Dienste zweier Männer, die schon Barack Obama und George W. Bush den Weg ins Weiße Haus ebneten.

Wie Zuckerberg auf seiner Facebook-Seite bekannt gab, konnte er David Plouffe und Ken Mehlman für die Arbeit in seiner Initiative gewinnen, mit der er in den kommenden Jahren einen Großteil seines Facebook-Aktienvermögens für gesellschaftlich relevante Zwecke einsetzen will. Plouffe werde den Bereich der politischen Lobbyarbeit leiten, so Zuckerberg. Mehlman werde an der Spitze eines Stabes von politischen Beratern sitzen, der in den kommenden Monaten um weitere Köpfe erweitert werden soll.

Die beiden neuen Kräfte in Zuckerbergs Stiftung bringen jede Menge Erfahrung im Politgeschäft sowie vermutlich ein umfangreiches Netzwerk mit. David Plouffe leitete 2008 den erfolgreichen Wahlkampf des jetzt scheidenden US-Präsidenten Barack Obama, dessen Chefberater im Weißen Haus er später auch war. Seit 2014 steht Plouffe dem Chef der Mitfahr-App Uber, Travis Kalanick, als Berater zur Seite, eine Aufgabe, die er offenbar auch künftig weiter ausüben wird.

Der Jurist Ken Mehlman kommt vom Private-Equity-Riesen KKR zu Zuckerberg und blickt auf eine lange Karriere in der republikanischen Partei der USA zurück. 2004 leitete er die Kampagne, die zur Wiederwahl des seinerzeitigen US-Präsidenten George W. Bush geführt hat. Von 2005 bis 2007 war Mehlman Vorsitzender des Republican National Committee.

Zuckerberg hatte die Gründung seiner Stiftung 2015 gemeinsam mit Gattin Priscilla Chan anlässlich der Geburt der gemeinsamen Tochter Max bekanntgegeben. 99 Prozent des gesamten Facebook-Vermögens im Wert von seinerzeit rund 45 Milliarden Dollar sollten in die Stiftung fließen, hieß es. So soll das Geld Zwecken zugeführt werden, die im Interesse der Allgemeinheit liegen, wie beispielsweise die Forschung zu bislang unheilbaren Krankheiten, für die Zuckerberg kürzlich drei Milliarden Dollar zur Verfügung stellte.

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