Dienstag, 30. August 2016

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Deutsche Telekom Scout24 geht an Hellman & Friedman

Deutschen Telekom: Mehrheit der Scout24-Gruppe an Finanzinvestor verkauft

Die Telekom hat einen Käufer für ihre Internettochter Scout24 gefunden, deren Wert mit zwei Milliarden Euro beziffert wird. Jetzt muss noch der Aufsichtsrat der Telekom zustimmen.

Bonn - Die Deutsche Telekom verkauft die Mehrheit an ihrer Scout24-Gruppe an den Finanzinvestor Hellman & Friedman. Das erfuhr manager magazin online von mit der Situation Vertrauten. Schon am Donnerstag soll der Aufsichtsrat der Telekom zusammenkommen, um über den Verkauf abzustimmen. Die Telekom will bei der Transaktion 70 Prozent an dem Internetportal sowie die Kontrolle über das Geschäft abgeben. Die Scout24-Gruppe wird dabei auf einen Wert von zwei Milliarden Euro taxiert.

Damit erhält die Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen eine stolze Summe für das Internetportal, das seine besten Wachstumszeiten bereits hinter sich hat. Die Telekom hatte bereits Ende 2012 das Geschäft mit Immobilien- und Auto-Inseraten zur Disposition gestellt, die Begierde nach der Scout24-Gruppe war seither groß. Auch der Medienkonzern Springer hatte starkes Interesse bekundet, war aber aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen aus dem Verfahren ausgestiegen.

Laut Schätzungen setzte die Scout24-Gruppe zuletzt 350 Millionen Euro um, bei einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 80 Millionen. Der neue Mitinhaber Hellman & Friedman, dessen Firmensitz in San Francisco liegt, soll dem Konzern nun zudem auch dabei helfen, seine weiteren Digitalgeschäfte, etwa die ins Hintertreffen geratene Payment-Tochter Click & Buy und der Vermarktungsdienst Interactive Media, weiter zu entwickeln.

Zudem wird ein Schwerpunkt der Partnerschaft sein, dass Portal internationaler und effizienter aufzustellen. Ein Telekom-Sprecher wollte sich nicht zu dem Thema äußern.

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