Dienstag, 24. Oktober 2017

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Telekom-Tochter steigert Gewinn um 46 Prozent John Legere hat es wieder getan

John Legere: T-Mobile-US-Chef erwirtschaftet mittlerweile einen Großteil der Umsätze und des Gewinns der Konzern-Mutter Deutsche Telekom

Die Gewinnmaschine der Deutschen Telekom läuft und läuft. Erneut steigerte T-Mobile US den Gewinn in einem Quartal um fast die Hälfte.

Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom setzt ihren Wachstumskurs fort. T-Mobile US steigerte den Nettogewinn im ersten Quartal um fast 46 Prozent auf 698 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen am Montag nach US-Börsenschluss mit.

Der Umsatz erhöhte sich um knapp 11 Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar. Das von Vorstandschef John Legere mit aggressiven Marketing- und Abwerbeaktionen zum drittgrößten US-Mobilfunker hinter den Platzhirschen AT&T und Verizon hochgerüstete Unternehmen gewann im abgelaufenen Quartal 914.000. T-Mobile US konnte damit deutlich mehr Amerikaner von seinen Angeboten überzeugen als von Marktforschern prognostiziert, obwohl Rivalen verstärkt mit unbegrenzten Datenvolumen locken.

Neue Frequenzen für das rasante Kundenwachstum

Dank eines rasanten Kundenwachstums hatte T-Mobile US seinen Jahresgewinn 2016 auf 1,46 Milliarden Dollar verdoppelt. Allerdings hat die Telekom-Tochter auch enorme Investitionen zu stemmen. Zuletzt erst ersteigerte T-Mobile US für rund 8 Milliarden Dollar fast die Hälfte der neuen Frequenzen in den USA mit dem Spektrum um 600 Megahertz, während die Wettbewerber sich dagegen zurückhielten. T-Mobile US benötigt eben wegen seines rasanten Kundenwachstums das zusätzliche Funkspektrum.

Zudem hob T-Mobile die Jahresprognose zur Freude der Anleger etwas an. Die Zahl der Vertragskunden unter eigener Marke soll nun um 2,8 bis 3,5 Millionen erhöht werden.

Die Aktie von T-Mobile US reagierte nachbörslich zunächst mit deutlichen Gewinnen, wurde dann jedoch zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt. Zuletzt notierte der Kurs kaum verändert. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits um 15 Prozent zugelegt.

rei/dpa/Reuters

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