Samstag, 29. April 2017

Alle Artikel und Hintergründe

Cloud Computing Wie Big Pharma von der Datenwolke profitiert

Arzneimittel: Entwicklung beschleunigt durch die Wolke

Die Cloud spart Kosten - so das häufigste Argumentation der Befürworter. Dabei bietet die Wolke für Unternehmen weiteres Potenzial. Strategisch sinnvoll eingesetzt, kann sie helfen, Geschäftsprozesse zu optimieren: von der Arzneimittelentwicklung bis zur Personalauswahl.

Hamburg - Wachsen mit der Wolke: So oder ähnlich lautet mittlerweile das Motto vieler Firmen. Ob kleiner Mittelständler oder Großkonzern, immer mehr Firmen lagern große Teile ihrer Daten und Geschäftsprozesse ins Internet aus, um effizienter, kostengünstiger und von beliebigen Standorten aus arbeiten zu können.

Das zahlt sich aus: Unternehmen, die konsequent auf Cloud Computing setzen, erzielen beinahe doppelt so hohe Wachstumsraten und einen gut zweieinhalb Mal höheren Bruttogewinn als Firmen, die sich der Datenwolke konsequent verweigern, zeigt eine Studie des Software- und Cloud-Anbieters IBM.

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen standen der Datenwolke lange Zeit skeptisch gegenüber. Mit Blick auf das Potenzial der Cloud habe allerdings ein Umdenken eingesetzt, sagt Bruno Wallraf, Partner und Cloud-Experte bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG: "Zwar sind es insbesondere große Unternehmen, die um Cloud Computing nicht mehr herumkommen. Aber auch der Mittelstand beschäftigt sich mehr und mehr damit", sagt Wallraf.

83 Prozent jener Mittelständler, die Daten auf eigens für die Firma bereitgestellte Server in eine sogenannte Private Cloud ausgelagert haben, vermelden positive Erfahrungen, zeigt der von KPMG und dem Branchenverband Bitkom erstellte "Cloud Monitor 2013". Jedes dritte Unternehmen nutzt zudem eine Public-Cloud-Variante, greift also über das Internet auf Standard-Angebote diverser Anbieter zurück. Hier vermelden 74 Prozent positive Erfahrungen.

Kosten für eigenes Rechenzentrum gespart

Die gute Resonanz auf Public- und Private-Cloud-Varianten kommt nicht von ungefähr. Die Unternehmen erkennen zunehmend das Potenzial von Cloud Computing als einfache, flexible und kostengünstige Alternative zum eigenen Server oder Rechenzentrum. "Das Schöne an der Cloud ist: Firmen bezahlen nur für die wirklich genutzten Leistungen ihres jeweiligen Cloud-Anbieters. Software und Infrastruktur sind nicht mehr notwendig", sagt René Büst, Marktanalyst und Berater für Cloud Computing.

Teure Investitionen in Software und Hardware seien nicht mehr notwendig. "Viele Unternehmen ersetzen große Teile ihrer IT-Infrastruktur durch Cloud-Lösungen", sagt Büst. So nutze etwa die Schweizer Großbank UBS Börsen-Chart zeigen eine Software von Microsoft Börsen-Chart zeigen, die Börsendaten errechnen kann und der Bank somit Kosten für ein eigenes Rechenzentrum erspart.

Wenn es darum ging, die Vorteile von Cloud-Lösungen aufzuzählen, stand lange Zeit der Punkt Kostenersparnis ganz oben. Mittlerweile wird vielen Unternehmen aber auch bewusst, dass sie weitere Wettbewerbsvorteile erzielen, wenn sie Cloud-Services nutzen. "Unternehmen müssen sich mit dem Thema Cloud befassen und eine entsprechende Strategie erarbeiten", sagt KPMG-Partner Wallraf. Wer Cloud Computing nicht nutze, werde Schwierigkeiten haben, im Wettbewerb zu bestehen

Seite 1 von 3
Nachrichtenticker

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH