Donnerstag, 29. September 2016

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Cloud Computing Der Weg in die Datenwolke

Cloud-Verträge: Ein paar Grundregeln helfen, den passenden Dienst zu finden

Firmen, die den Weg in die Cloud beschreiten, sollten Standardverträge auf Kleingedrucktes abklopfen: vom Service- bis zum Sicherheitslevel gibt es einiges zu beachten. Eine Checkliste.

Die Debatte um Spähprogramme wie Prism, Tempora und Muscular hat längst auch die Konzernflure erreicht. Und dennoch: "Unglaublich viele, vor allem große Unternehmen geben inzwischen große Mengen auch sensibler Daten in die Cloud", sagt Christoph Rittweger von der Wirtschaftskanzlei Baker & McKenzie. "Das Spektrum reicht von Office-Anwendungen bis zum Personalbereich", sagt der für Rechtsfragen rund um IT und Datenschutz zuständige Jurist.

Das habe mehrere Gründe: "Zum einen ist der Leistungs- und Kostendruck auf die IT-Abteilungen in den Konzernen enorm. Zum anderen gibt es inzwischen auch viele Angebote rund um die Cloud-Technologie." Diese Angebote reichen vom reinen Infrastruktur-Anbieter ("Infrastructure as a Service"), über Anwendungen in der Cloud ("Software as a Service") bis hin zur Entwickler-Cloud für IT-Firmen ("Platform as a Service"). "Und die Dienste werden immer günstiger", sagt Rittweger.

Standardverträge anpassen

Wer seine Daten in die Cloud auslagern oder Software aus der Wolke nutzen will, dem legen die Anbieter meist vorgefertigte Standardverträge zur Unterschrift vor. Doch vor der Unterzeichnung lohnt ein Blick ins Kleingedruckte. Denn nur wenn der Vertrag wichtige Fragen eindeutig beantwortet, können Unternehmer nach deutschem Recht guten Gewissens die Angebote der Cloud-Dienstleister nutzen.

Sind die Daten sicher? Wird ein bestimmtes Performance-Service-Level garantiert? Wie überträgt der Anbieter bei Vertragsende die Daten? Wo genau werden die Daten gelagert, und: gibt es Subunternehmer, die womöglich Daten in Drittländer weiterleiten?

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