Montag, 21. August 2017

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Der Angriff der Matratzen-Start-ups Warum Matratzen kaufen plötzlich hip ist

Start-ups mischen Matratzen-Branche auf: Die neuen Schaumschläger
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4. Teil: Der Krieg geht weiter

Platz für eine ganze Reihe von Mitspielern sollte vorhanden sein. Schließlich ist der internationale Markt laut dem Branchenriese Tempur/Sealy satte 44 Milliarden Dollar schwer. Alleine in Deutschland werden laut Matratzenverband jedes Jahr rund 6 Millionen neue Matratzen gekauft - 2014 für rund 800 Millionen Euro.

Dass angesichts der Demografie in Deutschland die guten alten Bettenfachgeschäfte komplett von der Bildfläche verschwinden werden, ist angesichts des Anteils vor allem älterer Leute am Matratzenumsatz und deren Einkaufsgewohnheiten nicht zu erwarten.Doch so gemütlich wie früher, wird es in der Branche wohl nicht bleiben.

Das hat auch der Matratzenverband bereits gemerkt, der bereits mit Umsatzverlusten zu kämpfen hat. In einer Presseaussendung warnt er daher kürzlich ausdrücklich vor den möglichen Nachteilen beim Kauf im Internet. Schließlich könnten die Kunden dort zwar die Matratzen kostenlos einem Langzeittest unterziehen, so die Argumentation. Das direkte Probeliegen im Laden falle aber weg.

Doch nicht nur zwischen Offline und Online wird der Ton rauher. Auch im rasch wachsenden Online-Markt wird mit harten Bandagen um jeden Kunden gekämpft, die ja im Schnitt gleich mehrere hundert Euro pro Matratze im Onlineshop lassen.

Von teuren Fake-Bestellungen und Retouren über selbstgemachte Testportale bis hin zum Kauf von SEO-Suchworten der Konkurrenz reichen die - allerdings unbestätigten - Vorwürfe in der Branche. Der Kampf um spendierfreudige Kunden, die um ihren gesunden Schlaf bangen, geht weiter. Nur auf einem größeren Spielfeld.

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