Sonntag, 24. Juli 2016

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Onlineportal vor Zerschlagung Blackstone steigt bei Scout24 mit ein

Scout-Gruppe vor Zerschlagung: Die neuen Eigner wollen ImmobilienScout24 an die Börse bringen, das Geschäft mit Autoanzeigen (AutoScout24) soll nach einer Restrukturierung verkauft werden

Mit Blackstone ist ein weiterer US-Finanzinvestor bei Scout24 eingestiegen. Die neuen Eigner planen, die Onlineportal-Gruppe zu filetieren. So ist etwa ein Börsengang von ImmobilienScout24 geplant. Die Deutsche Telekom als ehemaliger Scout-Eigner prüft weitere Verkäufe von Online-Töchtern.

Hamburg - Bei dem Onlineportal Scout24 ist der Finanzinvestor Blackstone eingestiegen. Der neue Haupteigner Hellman & Friedman, der im Februar 70 Prozent der Anteile an der Scout-Gruppe von der Deutschen Telekom erworben hatte, habe vor dem Abschluss der Transaktion Anteile an die Private-Equity-Firma Blackstone weitergereicht.

Das berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. März) und beruft sich dabei auf Brancheninsider. Hellman & Friedman behält aber die Kontrolle über das Geschäft. Der Erwerb der Mehrheit von der Telekom wurde im Februar abgeschlossen bei einer zugrundeliegenden Unternehmensbewertung der Scout-Gruppe von zwei Milliarden Euro.

Die neuen Eigner gehen bei dem Umbau zügig voran, schreibt das manager magazin weiter. So soll das Portal möglichst bald filetiert werden. Das Geschäft mit Autoanzeigen (AutoScout24) soll nach der Restrukturierung verkauft, unrentable Sparten sollen geschlossen werden. Für ImmobilienScout24 ist ein Börsengang das Ziel.

Ein Sprecher wollte sich nicht zu dem Thema äußern. Er sagte lediglich, Hellman & Friedman sei angetreten, "um Wachstumsstrategien zu forcieren".

Die Deutsche Telekom prüft, nach dem erfolgreichen Scout-Verkauf, ihr gesamtes digitales Geschäft in Partnerschaften mit Finanzinvestoren einzubringen. In Bonn wird dazu durchgerechnet, zu welchem Preis Anteile an Onlinetöchtern wie dem Webhoster Strato oder dem Portalgeschäft T-Online verkauft werden können, schreibt das manager magazin.

Zu der "Digital Business Unit" des Konzerns gehören zudem noch der Onlinevermarkter Interactive Media sowie der Onlinebezahlservice Click & Buy. All diese Geschäfte will die Telekom künftig lieber gemeinsam mit Finanzinvestoren betreiben. Eine Telekom-Sprecherin wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

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