Freitag, 1. Juli 2016

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iPhone-Hersteller im Fokus Heute droht Apple mit einer Premiere der anderen Art

Apple-Chef Cook bei Produktpräsentation: Wie viele iPhones wurden im jüngsten Quartal verkauft?

Dem Dienstag dieser Woche werden Apple-Aktionäre rund um den Globus entgegenfiebern. Denn dann legt der iPhone-Hersteller seine Geschäftszahlen für das Schlussquartal des vergangenen Jahres vor, welches im Apple-Geschäftsjahr das erste ist.

In den vergangenen Jahren hat Apple solche Termine meist genutzt, um Rekorde zu verkünden. Insbesondere die Verkäufe des iPhones, des nach wie vor mit Abstand wichtigsten Produktes des Konzerns, stiegen von Jahr zu Jahr.

Genau das ist jedoch der neuralgische Punkt: Erstmals seit Langem scheint die Begeisterung der Kundschaft für das iPhone nachzulassen. Und erstmals in der Firmengeschichte könnte Apple deshalb am Dienstag einen Quartalsabsatz für das Kult-Smartphone bekanntgeben, der unter dem des Vorjahresquartals liegt. Für Investoren und Analysten wäre das wohl ein ziemlicher Dämpfer und ein Beleg dafür, wie kritisch Apples Lage derzeit ist.

Anleger sorgen sich schon seit geraumer Zeit um die Entwicklung des Unternehmens. Ablesen lässt sich das am Aktienkurs, der seit seinem Höchststand im April vergangenen Jahres um rund 30 Prozent gefallen ist. Allein im laufenden Jahr ging es mit dem Apple-Papier in der Spitze schon wieder um etwa 10 Prozent nach unten. Vor dem Hintergrund des Rekordjahres 2015, als der Umsatz um 28 Prozent auf etwa 233 Milliarden Dollar gestiegen war, ist das eine bemerkenswerte Talfahrt.

Abhängigkeit vom iPhone steigt

Erklären lässt sie sich vor allem mit der weiterhin gewaltigen Abhängigkeit des Unternehmens vom iPhone und den Nachrichten, die zu dem Smartphone in letzter Zeit die Runde machen. Zwar brachte Apple beispielsweise mit der Apple Watch oder Apple Music verschiedene neue Produkte und Services auf den Markt. Die Bedeutung des iPhone für den Konzern wurde dadurch aber nicht verringert.

Im Gegenteil: Weit mehr als 60 Prozent seiner Umsätze erzielte Apple im vergangenen Jahr mit diesem einen, wichtigen Produkt. Im Jahr zuvor waren es noch 56 Prozent. Damit ist klar: Schwächelt das iPhone, so wackelt auch Apple - und genau das deutet sich jetzt an.

Ins Weihnachtsgeschäft 2014 war Apple noch mit den erstmals deutlich größeren Modellen iPhone 6 und 6 Plus gegangen. Leute, die schon immer ein iPhone mit großem Display haben wollten, schlugen zu. Die iPhone-Verkäufe sprangen um 46 Prozent auf 74,5 Millionen Geräte hoch. Mit den optisch unveränderten 6S-Modellen wird sich zeigen, ob die Strategie, auf teure Smartphones zu setzen, weiterhin aufgeht.

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