Freitag, 20. April 2018

Verfahren nach Klage Frankreich ermittelt  gegen Apple wegen gedrosselter iPhones

2007 bis 2017: So haben sich iPhones verändert
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SPIEGEL ONLINE

Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen Apple wegen verlangsamter iPhones eingeleitet. Sie prüft den Vorwurf der Täuschung und der absichtlichen Verkürzung der Lebenszeit von Produkten. Apple droht eine Strafe von bis zu 5 Prozent des Jahresumsatzes. Der Konzern bestreitet die Vorwürfe - aber nicht die Messerergebnisse.

Nach einer Klage einer Konsumentenvereinigung gegen den US-Giganten Apple ermittelt die französische Justiz wegen des Verdachts der Täuschung und der geplanten Veralterung von Geräten. Das bestätigten Justizkreise auf Nachfrage der deutschen Presseagentur. Nach ergänzenden Informationen der französischen Nachrichtenagentur AFP geht es dabei um einige Modelle des iPhones.

Um die gedrosselte Leistung von iPhones mit abgenutzten Batterien hatte es im vergangenen Jahr Aufregung gegeben. Die Kontroverse war aufgeflammt, nachdem Messwerte gezeigt hatten, dass bei iPhones mit alter Batterie die Spitzenleistung des Prozessors gedrosselt war, während nach einem Batteriewechsel das normale Niveau erreicht wurde.

In Frankreich ist die absichtliche Verkürzung der Lebenszeit eines Produktes strafbar. Unternehmen kann bis zu fünf Prozent des Jahresumsatzes als Strafe aufgebrummt werden.

Auch in den USA klagen Konsumenten gegen Apple

Apple bestritt die Messergebnisse nicht und erklärte, die Spitzen-Strombelastung werde bei Bedarf "geglättet". Ziel sei, eine Abschaltung zu verhindern, wenn die Batterien nicht die geforderte Strommenge abgeben könnten. Die Funktion greife nur bei Kälte, niedriger Batterieladung oder abgenutzten Batterien. Apple kündigte unter anderem Preisnachlässe für gewisse Ersatz-Akkus an sowie ein Update des Betriebssystems iOS.

Der Konzern hatte versichert, er würde "niemals" das Erlebnis der Nutzer absichtlich verschlechtern, um mehr neue Geräte zu verkaufen. In den USA liegen bereits Klagen gegen den kalifornischen Konzern vor.

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Die bereits am vergangenen Freitag eingeleitete Untersuchung sei der Wettbewerbsbehörde DGCCRF übergeben worden, wie die Justizkreise weiter berichteten. Die Ende Dezember eingereichte Klage gegen den US-Konzern stammt von der Vereinigung Halte à l'obsolescence programmée (Hop), die gegen die geplante Veralterung von Geräten eintritt.

rei/dpa/Reuters

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