Montag, 30. Mai 2016

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Absturz-Angst Warum Apple den Börsenthron bald räumen muss

Absturz-Angst bei Apple: Kann Konzernchef Tim Cook neue Wachstumsimpulse geben? Schon in wenigen Wochen könnte die Google-Holding Alphabet Apple vom Thron stoßen und wertvollster Konzern der Welt werden

Das Ende des iPhone-Wachstums scheint erreicht. Bald dürfte Alphabet Apple als wertvollste Firma der Welt ablösen. Im vierzigsten Jahr des Bestehens schwinden die Argumente für den Kultkonzern aus Cupertino.

Tief, tiefer, Apple. Um mehr als 8 Prozent lag die schwer angeschlagene Apple-Aktie nach den ersten vier Handelstagen des neuen Jahres schon wieder hinten. Und das nach Monaten im Rückwärtsgang: Bei rund 134 Dollar notierten die Aktien von Apple Börsen-Chart zeigen im Frühjahr 2015. Bei rund 96 Dollar blinkte der Kursticker in dieser Woche auf - mehr als 28 Prozent tiefer.

Das heißt: Um mehr als 230 Milliarden Dollar ist der Börsenwert des - noch - wertvollsten Konzerns der Welt seit dem Hoch im April 2015 geschrumpft. Jetzt ist Apple noch 538 Milliarden Dollar wert, und Verfolger Alphabet Börsen-Chart zeigen (vormals Google) holt mächtig auf.

Es ist ein Crash in Slow Motion. Der Auslöser ist immer der gleiche: Die wachsenden Sorgen, dass der heilige Gral der Wall Street verloren gegangen sein könnte - das Wachstum.

Wachstumssorgen: Alles hängt am iPhone

Das Wachstum ist bei Apple untrennbar mit dem erfolgreichsten Produkt der fast vierzigjährigen Konzerngeschichte verwoben: das iPhone, das zur Lebensversicherung in Cupertino geworden ist. Schließlich generiert das Kult-Smartphone mehr als 60 Prozent von Apples Umsätzen und mehr als 70 Prozent der Nettogewinne.

Die Gleichung ist entsprechend einfach: Schwächelt das iPhone, bekommt Apple eine Lungenentzündung - so die Logik in den vergangenen Jahren, wenn das Wachstum der mit Abstand wichtigsten Konzernsparte nachließ.

Nun jedoch bricht eine neue Zeitrechnung an: Das nachlassende Wachstum droht in Negativwachstum umzuschlagen. Selbst wenn in der Weihnachtsbilanz, die am 26. Januar nach Handelsschluss verkündet wird, mit Ach und Krach noch der Vorjahreswert (74,5 Millionen verkaufte iPhones) überboten werden sollte, zeigt der jüngste Trend klar nach unten.

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