Montag, 26. September 2016

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Apple-Chef Cook baut Mega-Solarkraftwerk Der Sonnengott von Cupertino

"Wir bei Apple wissen, dass der Klimawandel Realität ist": Konzernchef Tim Cook will mit seinem neuen Solarkraftwerk aber auch Geld sparen

Apple weiß endlich, wohin mit seinem Reichtum: Der iPhone-Konzern investiert noch stärker in erneuerbare Energien und baut ein riesiges Solarkraftwerk in Kalifornien. Tim Cook will Geld sparen - und hartnäckigen Kritikern die Zähne zeigen.

New York - Satte 178 Milliarden hat Apple auf der hohen Kante - und tut sich schwer damit, eine sinnvolle Verwendung für dieses Geld zu finden. Doch es gibt offenbar Abhilfe: Der iPhone-Konzern habe sich mit dem Hersteller First Solar Börsen-Chart zeigen für den Bau einer riesigen Solaranlage in Kalifornien zusammengetan, sagte Konzernchef Tim Cook. Apple Börsen-Chart zeigen investiere dafür 850 Millionen Dollar.

Das über fünf Quadratkilometer große Solarzellen-Feld solle genug Strom für den neuen zentralen Apple-Bürokomplex in Cupertino produzieren (der allerdings selbst fast komplett mit Solarpaneelen bedeckt sein soll). Auch alle Apple Stores in Kalifornien und die restlichen Büros der Firma in dem US-Staat würden versorgt.

Faktisch handelt es sich dabei um eine Nettorechnung: Naturgemäß steht der Strom nur dann physisch zur Verfügung, wenn die Sonne scheint. Unterm Strich produziert die Anlage aber deutlich mehr Strom als Apple verbraucht. Ex-Firmenchef Steve Jobs hatte davon gesprochen, dass auf dem Gelände der Neubauten eine zusätzliche "Energiezentrale" entstehen werde, die mit Gas betrieben wird.

"Wir machen das, weil es das Richtige ist", sagte Cook nun bei einer Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen in New York zu den Solarkraftwerks-Plänen. "Wir bei Apple wissen, dass der Klimawandel Realität ist." Die Zeit des Redens sei vorbei, nun müsse gehandelt werden.

Damit legt sich Cook auch mit Aktionären an, die in Apples massiven Einsatz für die erneuerbaren Energien keinen Sinn sehen. Auf der jüngsten Investorenversammlung hatte Cook dieser Fraktion bereits gesagt, sie sollten ihre Aktien verkaufen, wenn sie den Einsatz des Konzerns für Umwelt und Behinderte als Geldverschwendung betrachteten.

Zumal der verstärkte Einsatz von Solarenergie Apple (jüngster Quartalsgewinn: 18 Milliarden Dollar) nach eigenen Angaben sogar Einsparungen bringt. First Solar teilte mit, Apple habe eine Liefervereinbarung für 25 Jahre abgeschlossen und investiere 848 Millionen Dollar (749,2 Millionen Euro). Damit sichert sich Apple durch das Geschäft auch gegen Strompreiserhöhungen ab.

Es sei Apples bisher größtes Projekt auf dem Gebiet, sagte Cook. Noch nie habe ein Unternehmen, das kein Versorger ist, so viel Geld für Solarenergie in die Hand genommen, ermittelte das Analysehaus Bloomberg New Energy Finance.

Apple stellt bereits seit Jahren seine Rechenzentren und andere Standorte auf erneuerbare Energie um. Der Konzern betreibt eine der größten Solar- und Brennstoffzellen-Anlagen der USA in Maiden im US-Bundesstaat North Carolina, um sein dortiges gigantisches Rechenzentrum zu versorgen.

Auch andere US-Technologiekonzerne investieren seit einigen Jahren heftig in regenerative Energien, um ihren hohen Stromverbrauch zu kompensieren. Bisher hatten sich Microsoft Börsen-Chart zeigen, Google Börsen-Chart zeigen und Amazon Börsen-Chart zeigen auf die Windenergie konzentriert. Doch seit die Preise für Solarenergie drastisch gesunken sind, rückt diese immer stärker in den Fokus.

Google baut sein Wind-Engagement derweil weiter aus. Das Unternehmen werde Windstrom für seine Zentrale in Mountain View kaufen, teilte das Unternehmen mit.

Google erklärte, während für die Rechenzentren schon seit 2007 grüner Strom eingekauft werde, sei es die erste Ausweitung auf Büro-Standorte des Konzerns. Ein seit den 80er Jahren aufgebauter Windpark auf dem Altamont Pass werde dafür mit neuen Turbinen ausgestattet. Etwa 370 alte Anlagen werden abgebaut. An ihre Stelle rücken 24 neue Windräder, die aber mehr Strom erzeugen.

mit dpa und rtr

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