Mittwoch, 1. April 2015

Vodafone Fressen oder gefressen werden

Mobilfunkmarkt: Die größten Deals der Telekomanbieter
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REUTERS

Mit dem Abschied aus den USA manövriert Vodafone-Chef Vittorio Colao den britischen Mobilfunker vor den entscheidenden Wendepunkt in dessen Geschichte: Entweder Colao schafft es, intelligent in Europa zuzukaufen - oder Vodafone wird selbst von einem Angreifer geschluckt.

Hamburg - Vittorio Colao, Chef des Mobilfunkers Vodafone, hat ein anstrengendes Wochenende hinter sich und die Woche, die vor ihm liegt, dürfte kaum mehr Entspannung bringen. Am Sonntag traf sich das Board des britischen Konzerns, um über den Ausstieg aus dem US-Geschäft zu beraten. Heute, im Laufe des Tages, wird Colao wohl die Details des Deals der Öffentlichkeit präsentieren.

130 Milliarden Dollar schwer dürfte der Verkauf des 45-prozentigen Anteils am amerikanischen Joint Venture mit Verizon Börsen-Chart zeigen werden - ein Geschäft der Superlative und das drittgrößte, das es je gegeben hat. Und Colao stellt mit seinem US-Abschied Vodafone nun vor den wichtigsten Wendepunkt in der gesamten Unternehmenshistorie.

Das Joint Venture mit den Amerikanern war für den britischen Konzern ohnehin nie ein strategisches, sondern schon immer eine reine Finanzbeteiligung. Die Aktionäre von Vodafone Börsen-Chart zeigen konnten von der Dividendenzahlungen des weltweit erfolgreichsten Mobilfunkunternehmens Verizon profitieren. Ob und wie viel Verizon ausschüttete, darauf hatte die Vodafone-Truppe jedoch als Minderheitseigner nie Einfluss.

Colao hat nun entschieden, dass er das Geld in der Firmenkasse für sinnvollere Zwecke verwenden möchte.

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