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28.03.2013
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Für Blackberry wird der Trend zum Feind

Von Kristian Klooß

Bei der Präsentation des neuen Z10: Blackberry-CEO Thorsten Heins
REUTERS

Bei der Präsentation des neuen Z10: Blackberry-CEO Thorsten Heins

Trotz eines Quartalsgewinns dürften die Zahlen Blackberrys viele Hoffnungen auf einen Neustart des Unternehmens enttäuschen. Denn die Verkäufe laufen zögerlich an. Zudem erschwert der Trend zum privat genutzten Firmenhandy das Manöver. Und von den großen Telekomkonzernen können die Kanadier keine Hilfe erwarten.

Hamburg - 5000 von 16.000 Stellen hat das Blackberry-Management in den vergangenen Monaten im kanadischen Waterloo gestrichen. Die Struktur des Unternehmens wurde angetastet, vieles andere dazu - alles, um die Kosten zu drücken. Zumindest für ein Quartal hat das gereicht, um in die schwarzen Zahlen zurückzukommen: Blackberry konnte im vierten Geschäftsquartal (bis Anfang März) einen Gewinn von unterm Strich 98 Millionen US-Dollar (77 Millionen Euro) erwirtschaften, berichten die Kanadier heute. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Minus von 125 Millionen Dollar aufgelaufen.

Für die Kanadier gibt es darüber hinaus in diesen Tagen eigentlich nur noch eine weitere gute Nachricht: Tiefer kann ihr Marktanteil kaum fallen. Am Tiefpunkt angekommen, geht es für das vom ehemaligen Siemens-Manager Thorsten Heins geführte Unternehmen nun darum, zumindest einen kleinen Anteil des Geschäftskundenmarktes zurück zu erobern. Ein Markt, den der Blackberry-Konzern einst dominierte.

Davon ist heute allerdings nicht mehr viel zu spüren. Erst im Februar entschied Amerikas größte Baumarktkette Home Depot Chart zeigen, dass die rund 10.000 Verwaltungsmitarbeiter des Unternehmens künftig mit iPhones statt Blackberrys telefonieren werden. Und das, nachdem Blackberry zwei Wochen zuvor sein neues Betriebssystem samt zweier Smartphones vorgestellt hatte.

Auch die Kanzlerin steht vor der Wahl

Dass der um seine Zukunft kämpfende Smartphone-Spezialist dennoch nicht alle Hoffnungen abgeschrieben hat, zeigt eine Mitte März vom Unternehmen veröffentlichte Meldung, nach der ein namentlich nicht genannter Partner eine Million Geräte mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 bestellt habe.

Selbst in Deutschland wird derzeit über das Pro und Contra der neuen Blackberry-Geräte diskutiert - und das auf höchster Ebene, im Kanzleramt. Auf ein iPhone muss Angela Merkel zwar weiterhin im Dienst verzichten. Dennoch stehen die Kanzlerin und ihr Verwaltungsapparat bis zum Sommer vor der Entscheidung, ob sie lieber mit einem Galaxy S3 von Samsung oder einem Blackberry Z10 telefonieren möchten.

Eine Wahl, vor der in diesen Wochen auch zahlreiche deutsche Mittelständler, Konzerne und allem voran ihre IT-Abteilungen stehen. Wie diese Wahl ausgehen könnte, haben jüngst die Marktforscher der IT-Beratung Forrester Research in einer weltweiten Studie unter dem Titel "2013 Mobile Workforce Trends" beschrieben, bei der unter anderem auch 700 deutschen Wissensarbeiter befragt wurden - also Menschen, die laut Forrester mindestens eine Stunde am Tag am Computer sitzen, um ihre Arbeit zu erledigen.

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