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15.03.2013
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Smartphone Galaxy S4
Samsung lässt die Augen scrollen

Galaxy S4: Der iPhone-Jäger setzt auf Gesten
Fotos
SPIEGEL ONLINE

Liveübertragung auf dem New Yorker Times Square, die Radio Music Hall als Bühne: Mit großer Geste präsentierte Samsung sein neues Smartphones Galaxy S4. Der iPhone-Jäger soll weniger mit technischer Protzerei punkten - sondern mit innovativer Steuerung.

New York - Seit Jahren basteln Handyhersteller an Smartphones, die Apples iPhone endlich in die Schranken weisen sollen. Samsung Chart zeigen hat sich in den letzten Jahren zum härtesten Konkurrenten der Kalifornier emporgeschwungen - und auch punkto Marketing einiges von Apple Chart zeigen gelernt.

Mit einer überarbeiteten Version seines Galaxy-Smartphones fordert der südkoreanische Technologiekonzern Samsung nun den großen US-Konkurrenten Apple heraus. Samsung stellte das mit Spannung erwartete Galaxy S4 gestern Abend in der New Yorker Radio City Hall vor. Das neue Gerät, das unter anderem über einen größeren Bildschirm und eine verbesserte Kamera verfügt, soll Ende April in 155 Ländern verfügbar sein.

"Wir haben vor, es ab Ende April mit 327 Mobilfunkanbietern in 155 Ländern einzuführen", sagte der Leiter der Mobilfunksparte von Samsung, JK Shin, bei der Vorstellung des Geräts. "Für jeden von uns ist das Leben eine Reise", sagte Shin bei der Werbe-Show, die auf den New Yorker Times Square übertragen wurde. "Wir wollen ein Gerät, das uns auf dieser Reise begleitet, einen Begleiter, der uns hilft, das Leben in vollen Zügen zu erfahren."

Das Gerät verfügt über einen Bildschirm mit Full-HD-Auflösung, der von 4,8 auf fünf Zoll vergrößert wurde. Verbessert wurde unter anderem die Kamera von 8 auf 13 Megapixel, außerdem hat das S4 einen leistungsfähigeren Chip. Dennoch ist das Smartphone mit einem Gewicht von 130 Gramm leichter als sein Vorgänger.

Bedienung mit den Augen

Eine Besonderheit ist die duale Kamerafunktion, mit der Aufnahmen in zwei Richtungen gleichzeitig gemacht werden können. Eine Übersetzungsfunktion ermöglicht es, die mündliche oder schriftliche Sprache des Benutzers simultan in eine andere aus insgesamt neun Sprachen zu übersetzen.

Desweiteren verfügt das S4 über eine neue Technik, die eine Steuerung mit den Augen erlaubt. Die Funktion erkennt die Augenbewegung des Nutzers und scrollt dann automatisch weiter nach unten. Ein abgespieltes Video wird unterbrochen, wenn die Augen des Nutzers sich abwenden.

Mit einer Handbewegung vor dem Telefon lassen sich Bilder oder Seiten weiterblättern - ganz ohne Berührung. Wer eine E-Mail nur kurz anlesen will, hält den Finger knapp über dem Bildschirm. Es erscheint ein Vorschautext. Wer weiterlesen möchte, kann dann auf den Bildschirm tippen. Das soll sogar mit Handschuhen klappen.

Die Ankündigung des neuen Galaxy-Smartphones hatte die Branche in den vergangenen Wochen in eine aufgeregte Erwartungshaltung versetzt, die sonst nur ein neues iPhone von Apple auslöste.

Das Vorgängermodell S3 verkaufte sich seit der Einführung im Mai 2012 weltweit mehr als 40 Millionen Mal. Samsung ist mittlerweile nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC der größte Smartphone-Hersteller mit einem globalen Marktanteil von 29 Prozent. Apple dominiert dagegen noch immer den wichtigen Markt in den USA: Mehr als ein Drittel aller verkauften Smartphones sind hier iPhones. Mit dem Galaxy S4 will Samsung nun auch auf dem Heimatmarkt des US-Konkurrenten die Nummer eins werden.

Apples Image als Primus der Technologiebranche hat einige Kratzer bekommen. Der Aktienkurs des Konzerns brach seit dem Höchststand im vergangenen Jahr um etwa 40 Prozent ein. Nach Ansicht von Experten hat der langjährige Trendsetter aus Kalifornien seinen Vorsprung bei Technologie und Design eingebüßt.

Die beiden Rivalen liefern sich in mehreren Ländern auch einen erbitterten Rechtsstreit um Patentverletzungen. Die Gerichte gelangten dabei zu unterschiedlichen Urteilen. Anfang März erklärte ein Gericht in Kalifornien knapp die Hälfte einer im vergangenen Jahr gegen Samsung verhängten Strafe von einer Milliarde Dollar (770 Millionen Euro) für ungültig. Der Schadenersatz für Apple muss nun in einem weiteren Prozess neu bestimmt werden.

wed/afp/dpa

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