26.02.2013
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Games-Industrie
Der harte Kampf um die Spieler

Von Christopher Krämer

Crysis 3: Entwicklungskosten von mehr als 20 Millionen Euro
Crytek; Electronic Arts

Crysis 3: Entwicklungskosten von mehr als 20 Millionen Euro

Das Geschäft mit Videospielen ist schwieriger geworden, der Aufwand für Entwicklung und Marketing von Spielen wird immer größer. Die Zukunft sehen Unternehmen in kostenlosen Onlinespielen. Wie die Branche künftig Geld verdienen will.

Frankfurt am Main - Ein schlichtes Bürogebäude mit verglaster Fassade, mitten in der Frankfurter Innenstadt. Hier residieren Anwälte, Ärzte und Finanzdienstleister, in unmittelbarer Nähe gibt es viele stylische Restaurants und Geschäfte. Doch hinter der unscheinbaren Fassade wird scharf geschossen: Seit gut anderthalb Jahren ist hier der Hauptsitz von Crytek, einem der erfolgreichsten Spieleentwickler in Deutschland, der sich vor allem mit Action-Spielen einen Namen gemacht hat.

Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen den deutschen Computerspielpreis bekommen, der von Branchenverbänden und dem Bundesbeauftragen der Bundesregierung für Kultur und Medien verliehen wird. Ausgezeichnet wurde "Crysis 2", ein brachialer Actiontitel. Das erste Mal hätten es Entwickler aus Deutschland geschafft, qualitativ und ökonomisch weltweit Publikum und Fachwelt zu überzeugen und zu begeistern, hieß es in der Begründung.

Bislang hat Crytek rund 5 Millionen Exemplare des Spiels verkauft. Heute liegt der Computerspielpreis gut verwahrt zusammen mit rund 50 anderen Auszeichnungen in einer großen Glasvitrine im Eingangsbereich des Unternehmens. Direkt gegenüber wacht eine rund 1,80 Meter hohe Statue eines Protagonisten aus der Crysis-Serie: Ein Supersoldat mit einem High-Tech-Anzug, der übernatürliche Fähigkeiten verleiht.

Das Marktumfeld hat sich verändert

Längst ist die Branche in Deutschland den Kinderschuhen entwachsen. Es gibt rund 300 Entwickler und Publisher von Videospielen in Deutschland, die rund 10.000 Menschen beschäftigen. Im Jahr 2011 setzte die Branche fast zwei Milliarden Euro um. Doch das Geschäft mit den Games ist schwieriger geworden: Zuletzt stagnierte der Umsatz mit Datenträgern und Downloads in Deutschland. Das Marktumfeld hat sich massiv verändert: Die Umsätze mit PC-Spielen sinken stetig, auch das wichtige Konsolengeschäft schwächelt. Die aktuelle Konsolengeneration hat das Ende ihres Lebenszyklus erreicht, die Absatzzahlen brachen zuletzt deutlich ein.

Sony hat einen Nachfolger für die Playstation3 für Ende 2013 angekündigt, Microsoft dürfte bald folgen. Nintendos neue Konsole Wii U verkauft sich bislang schlechter als erwartet. Den spezialisierten Konsolen ist neue Konkurrenz durch Tablets und Smartphones erwachsen, die sich schon recht gut zum Spielen eignen. Zudem wird der Onlinebereich immer wichtiger: Hier tummeln sich diverse Anbieter, die kostenfreie Spiele anbieten und Umsätze zum Beispiel durch den Verkauf von virtuellen Gegenständen erzielen.

Erst kürzlich hat Crytek "Crysis 3" veröffentlicht und will damit nun an den Erfolg der Vorgänger anknüpfen. Die Vorzeichen dafür sehen nicht schlecht aus: Vor der Veröffentlichung des Titels haben über drei Millionen Spieler die Demo auf ihre Geräte geladen. Auch die Zahl der Vorbestellungen lag rund 35 Prozent über den Vergleichszahlen des Vorgängers.

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