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30.01.2013
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Research in Motion
Letzte Hoffnung Blackberry 10

Von Markus Gärtner

Seht her: CEO Thorsten Heins präsentiert in New York das BlackBerry 10
AP

Seht her: CEO Thorsten Heins präsentiert in New York das BlackBerry 10

Höhere Schnelligkeit, mehr Apps, persönlicher und dienstlicher Betrieb auf einem Gerät: Research in Motion versucht mit dem Start des Blackberry 10 ein Comeback. Es ist wohl die letzte Chance für RIM, den Konkurrenten Google und Apple etwas entgegenzusetzen.

Vancouver - Kommt heute der Rebound? Oder droht dem Blackberry-Hersteller Research in Motion Chart zeigen der Abgesang, wenn Rim-Chef Thorsten Heins in New York als Höhepunkt einer großen Marketingkampagne das neue Betriebssystem Blackberry 10 vorstellt? Zumindest eins ist sicher: Die lange Wartezeit mit einbrechenden Aktienkursen und mehr Entschuldigungen als neuen Produkten geht endlich zu Ende.

Immer neue Verzögerungen und verschlafene Entwicklungen haben den einstigen Rockstar der Smartphone-Branche weit hinter Apple Chart zeigen und die von Google Chart zeigen bestückten Android-Geräte zurückgeworfen. Auf dem lukrativen US-Markt, wo RIM einst das meiste Geld verdiente, fiel der Marktanteil der Kanadier in nur vier Jahren von 46 Prozent auf 2 Prozent zurück. iPhones und Android-Handys haben dort heute klar das Sagen.

Vor der heutigen Präsentation, dessen Inszenierung bis zu einem Werbe-Video für die Super Bowl am kommenden Sonntag reichen wird, hat RIM viel versprochen: Schnellere Geräte, eine bessere Tastatur, viel mehr Apps und ein fortgeschrittenes Multitasking. Es erlaubt den persönlichen und dienstlichen Betrieb auf ein und demselben Gerät nebeneinander, ohne dass der Boss private Daten sehen kann, und ohne dass der Arbeitgeber Angst haben muss, dass private Apps und Daten sich durch die Firewall des Unternehmens mogeln.

Analysten, die Prototypen und Software des neuen Systems gesehen haben, äußerten sich positiv. Anleger und Investoren an der Börse sehen Licht am Ende des langen Tunnels. Die RIM-Aktie konnte sich vom Neunjahrestief im September um fast 200 Prozent in die Höle schwingen, bevor sie in den vergangenen Tagen wieder Verluste erlitt. RIM notiert derzeit noch rund 90 Prozent unter dem Allzeithoch von 147 Dollar, das es gegen Ende seiner Glanzzeiten 2008 markiert hatte.

Rund 80 Millionen Anhänger und Kunden

Research in Motion kann sich für den geplanten Turnaround auf eine breite Basis treuer Anhänger und Kunden stützen. Deren Zahl lag im September-Quartal 2012 bei satten 80 Millionen.

Geschäftsleute, die einst exklusive Zielgruppe, lieben ihre Blackberries bis heute, weil sie als sicher und leicht zu bedienen gelten. Barack Obama wollte die erste Amtszeit 2009 nicht ohne sein Blackberry antreten. Oprah Winfrey gestand einst im Fernsehen, das Blackberry sei einer ihrer Lieblinge. Und Millionen Kunden wurden vom Gebrauch der Smartphones aus Waterloo in Ontario so abhängig, dass die Geräte auch "Crackberry" genannt wurden.

Doch dann betrat RIM delikates Neuland. Der Smartphone-Hersteller traute sich aus dem Firmensegment in den breiten Massenmarkt. Es war eine Umstellung, die schwieriger ausfiel als erwartet. 2007 kam das iPhone und zeigte der Konkurrenz, dass die cleveren Geräte mehr können als nur E-Mails versenden und mobile Anrufe zu erledigen. Spiele, Musik, Videos - sowie zahllose Apps - kamen hinzu.

Dann traten die Android-Handys zum Sturmlauf an - mit noch mehr Funktionen. Viele Angestellte brachten ihre iPhones und Android-Geräte mit ins Büro. Die Blackberries gerieten selbst in ihrer Hochburg unter Druck. RIM-CEO Heins hat längst eingeräumt, dass der frühere kanadische Tech-Primus diesen Wandel nicht schnell genug erkannt habe.

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