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23.01.2013
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15 Jahre nach Gründung
Google knackt 50-Milliarden-Umsatz-Marke

Goggle-Gründer Larry Page: Stolz auf die neue Bestmarke
REUTERS

Goggle-Gründer Larry Page: Stolz auf die neue Bestmarke

Es hat nur anderthalb Jahrzehnte gedauert, bis die Internetfirma Google erreicht hat, was die meisten Konzerne der Welt nie schaffen werden: Mehr als 50 Milliarden Dollar Umsatz in einem Jahr zu erwirtschaften. Grund für den Boom ist das aufschäumende Geschäft mit Werbung im Internet.

Hamburg - Die florierende Online-Werbung lässt Googles Kasse klingeln. Im vergangenen Jahr stieg der Gewinn des Konzerns um 10 Prozent auf 10,7 Milliarden Dollar, das sind umgerechnet acht Milliarden Euro. Der Umsatz überstieg auch dank des Zukaufs des Smartphone-Herstellers Motorola die markante Marke von 50 Milliarden Dollar - "keine schlechte Leistung in nur anderthalb Jahrzehnten", merkte Unternehmensmitbegründer Larry Page am Mittwoch an.

Das letzte Jahresviertel mit Weihnachten sorgte dabei noch einmal für einen Schub, nachdem das Geschäft im Sommer enttäuscht hatte. Die Nutzer klickten öfter auf die einträglichen Werbeanzeigen, was für Google Chart zeigen bares Geld bedeutet. "Wir haben das Jahr 2012 mit einem starken Quartal beendet", erklärte Konzernchef Larry Page am Dienstag am Firmensitz im kalifornischen Mountain View. Die Anleger waren zufrieden: Nachbörslich stieg die Aktie um annähernd 5 Prozent.

Der Umsatz im angestammten Geschäft verbesserte sich im letzten Jahresviertel um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Wenn man Motorola hinzurechnet, schoss der Umsatz sogar um 36 Prozent auf letztlich 14,4 Milliarden Dollar hoch. Der Quartalsgewinn stieg um 7 Prozent auf unterm Strich 2,9 Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro).

Verlust von Motorola verringert

Im Vorquartal hatte Google die Anleger noch mit einem merklichen Rückgang vergrault. Zum einen belastete damals ein hoher Verlust von Motorola Chart zeigen wegen teurer Smartphone-Neuentwicklungen. Zum anderen nahm Google weniger Geld pro Klick von seinen Werbekunden ein. Nun konnte Google die roten Zahlen bei Motorola eindämmen und die Einnahmen pro Klick erholten sich wieder etwas.

"Es ist eine unglaublich tolle Zeit, bei Google zu sein", sagte Page. Der Konzern hat 53 900 Mitarbeiter; im Kerngeschäft kamen im Schlussquartal 1400 hinzu. "Wir arbeiten hart daran, die Besten und Klügsten zu bekommen."

Google hatte das Handy-Urgestein Motorola für 12,5 Milliarden Dollar gekauft, um seinen Vorstoß ins mobile Geschäft abzusichern. Googles Betriebssystem Android ist in der Smartphone-Welt führend. Das zweite Motorola-Standbein mit Empfangsboxen für Fernsehen und Internet stößt Google gerade für 2,4 Milliarden Dollar wieder ab.

Haupteinnahmequelle des Konzerns ist ohnehin die Werbung, allen voran die hervorgehobenen Links der Suchmaschine. Immer wichtiger werden aber grafische Werbeanzeigen, die überall im Web auftauchen. Das Geschäft in Deutschland sei besonders gut gelaufen, sagte Google-Manager Nikesh Arora. Schwächer habe es in Südeuropa ausgesehen. "Wir profitieren von dem Trend, dass Werbung immer stärker online geschaltet wird", sagte Arora.

Dabei weht Google ein rauer Wind im Werbemarkt entgegen: Nicht nur, dass sich Yahoo und Microsoft schon vor geraumer Zeit bei der Internetsuche verbündet haben. Vor wenigen Tagen stellte Facebook eine neue Suchfunktion vor, die es ermöglicht, die Informationen der mehr als eine Milliarde Nutzer im sozialen Netzwerk zu durchstöbern.

kst/afp/rtr

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